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Beschreibung
Eine Pionierarbeit zur Musikgeschichte des Kalten Krieges, die ein ganzes Forschungsfeld neu erschließt. Patrick Becker untersucht das Musiktheater der Volksrepublik Bulgarien (1944-1990) und legt die verborgenen Mechanismen frei, mit denen Opernhäuser zu staatlich gelenkten Produktionsstätten kollektiver Erinnerung wurden. Im Zentrum steht ein radikal erweiterter Ökonomiebegriff, der weit über Planwirtschaft und Budgetfragen hinausreicht: von der byzantinischen oikonomía als Herrschaftspraxis über die Mechanisierung kompositorischer Arbeit bis zur szenischen Inszenierung von Tausch, Gabe und Marktgeschehen auf der Opernbühne. Anhand von Schlüsselwerken wie Ljubomir Pipkovs „Janas neun Brüder", Konstantin Ilievs „Der Meister von Bojana" und Lazar Nikolovs subversiven Opern zeigt Becker, wie historische Stoffe eine fiktive sozialistische Realität überhaupt erst erzeugten - und wie Komponisten zugleich in äsopischer Sprache gegen die Vorgaben des Sozialistischen Realismus opponierten. Die Arbeit verbindet Archivstudien, Partituranalysen und Kulturtheorie zu einem dichten, interdisziplinären Gesamtbild eines bislang im Westen kaum beachteten Kapitels europäischer Musikgeschichte.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
30.11.2026
Sprache
Deutsch
EAN
9783955936297
Herausgeber
Wolke Verlag
Sonderedition
Nein
Autor
Patrick Becker
Seitenanzahl
604
Auflage
1
Einbandart
Broschiert
Einbandart Details
Klebebindung

Hersteller: Wolke Verlagsges. Mbh, Wickerer Weg 19, Hofheim, Deutschland, 65719, mail@wolke-verlag.de, mail@wolke-verlag.de

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