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Der Umwelt zuliebe

Sozialstaat – solidarisch, effizient, zukunftssicher

Ursula Engelen-Kefer (Taschenbuch, Deutsch)

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Beschreibung
Seit dem 13. Dezember 2002 tagte die Kommission für die Nachhaltigkeit in der Finanzierung der Sozialen Sicherungssysteme. 26 Sachverständige aus Wissenschaft, Politik und Verbänden stritten mehr oder weniger kontrovers unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Bert Rürup um Lösungsvorschläge für die Zukunftssicherung des Sozialstaats. Die HerausgeberInnen dieses Minderheitenvotums arbeiteten konstruktiv, aber auch kritisch mit. Sie waren sich stets der Gefahr bewusst, die daraus erwuchs, dass diese Kommission als ein politisches Instrument diente. Sie mussten sich gegen die Vereinnahmung für Überlegungen und Vorschläge schützen, die ihren politischen Grundüberzeugungen zuwiderlaufen. So machten sie während des gesamten Diskussionsprozesses immer wieder klar, dass sie den generellen Ansatz der Kommissionsmehrheit ablehnen, über Leistungskürzungen, die einseitig zu Lasten der Versicherten gehen, die Herausforderungen der demografischen Veränderungen und des Wandels der Arbeitswelt bestehen zu wollen: Dieser Ansatz löst die Probleme nicht dauerhaft und ist deswegen auch nicht nachhaltig. Vor allem trägt er dazu bei, dass die Sicherungssysteme immer weniger ihren Aufgaben gerecht werden können. Es ist angesichts dieser grundsätzlichen Kritik nur konsequent, ein Minderheitenvotum zum Bericht der Kommission vorzulegen. Das Votum wurde in monatelanger Arbeit erstellt. Zur Begleitung der Mitarbeit der HerausgeberInnen in der Kommission hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund eine Arbeitsgruppe einberufen. Sie war in die Erstellung dieses Votums eng eingebunden. In diesem Buch wird das Minderheitenvotum dokumentiert. Im zweiten Teil befinden sich ergänzende Debattenbeiträge zu Themen, die in der Begleitarbeitsgruppe des DGB eine wichtige Rolle spielten und die Fragestellungen behandeln, die in der Arbeit der Kommission vernachlässigt wurden. Dieses Minderheitenvotum soll zu einer Debatte in den Gewerkschaften und in der Gesellschaft insgesamt beitragen. Seine AutorInnen wollen deutlich machen: Es gibt Alternativen zum Sozialabbau. Sozialpolitik wird sich auch zukünftig mit Verteilungsfragen beschäftigen müssen. Damit es bei den damit verbundenen Auseinandersetzungen friedlich und gerecht zugeht, werden auch in Zukunft starke Gewerkschaften gebraucht. Das Minderheitenvotum wurde zusätzlich zu den beiden Herausgebern von Nadine Franz (Bürokauffrau, Schering AG Berlin; ehemalige Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung; Mitglied der Tarifkommission der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) und von Manfred Schoch (Gesamtbetriebsratsvorsitzender von BMW und Mitglied der IG Metall) unterzeichnet.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
01.08.2003
Sprache
Deutsch
EAN
9783899650525
Herausgeber
VSA
Sonderedition
Nein
Autor
Ursula Engelen-Kefer
Seitenanzahl
128
Auflage
1
Einbandart
Taschenbuch
Buch Untertitel
Alternativen zu den Vorschlägen der Rürup-Kommission
Autorenporträt
Die HerausgeberInnen Ursula Engelen-Kefer ist stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Klaus Wiesehügel ist Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Autorenreferenz Wilhelm Adamy ist Leiter der Abteilung Arbeitsmarktpolitik und internationale Sozialpolitik im DGB-Bundesvorstand. Annelie Buntenbach ist Abteilungsleiterin Sozial- und Bildungspolitik beim Bundesvorstand der IG BAU. Ursula Engelen-Kefer ist stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Nadine Franz ist Bürokauffrau, Schering AG Berlin; ehemalige Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung; Mitglied der Tarifkommission der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). Ute Klammer ist Referatsleiterin für Sozialpolitik im Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut in der Hans-Böckler-Stiftung. Wolfgang Scheremet war Leiter der Abteilung Wirtschafts- und Tarifpolitik beim DGB-Bundesvorstand. Manfred Schoch ist Gesamtbetriebsratsvorsitzender von BMW und Mitglied der IG Metall. Heinz Stapf-Finé ist Abteilungsleiter Sozialpolitik beim DGB-Bundesvorstand. Klaus Wiesehügel ist Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).
Schlagwörter
Sozialversicherung, Sozialstaat, Rürup-Kommission
Thema-Inhalt
KNX - Industrielle Beziehungen, Gewerkschaften, Arbeitsschutz
Inhaltsverzeichnis
Ursula Engelen-Kefer / Klaus Wiesehügel Vorwort (Leseprobe) Ursula Engelen-Kefer / Nadine Franz / Manfred Schoch / Klaus Wiesehügel Minderheitengutachten zu den Vorschlägen der Rürup-Kommission 1. Einführung: Herausforderungen – Ziele – Leitbild – Lösungen 2. Herausforderungen und Ziele 2.1 Gesellschaft im Wandel 2.2 Veränderung der Bevölkerungsstruktur 2.3 Europäische Koordinierung des Sozialschutzes 2.4 Wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsmarkt 2.5 Solidarische und systemgerechte Finanzierung sozialstaatlicher Aufgaben 2.6 Ein erstes Fazit und ein kurzer Blick über den sozialpolitischen Tellerrand 3. Sozialstaatlichkeit gestalten 3.1 Einstieg in die Erwerbstätigenversicherung prüfen 3.2 Beibehaltung der paritätischen Finanzierung und Stärkung der Selbstverwaltung 3.3 Reform der Abgabenbelastung 4. Gesetzliche Krankenversicherung 4.1 Die Vorschläge der Mehrheit der Rürup-Kommission 4.2 Bewertung der kurzfristigen Vorschläge 4.3 Die Zweige des Y-Modells 4.4 Die gewerkschaftliche Reformagenda 5. Die Reform der Gesetzlichen Rentenversicherung 5.1 Die Vorschläge der Rürup-Kommission 5.2 Erwerbstätigenversicherung als solidarische Reformoption prüfen Votum des Kommissionsmitglieds Klaus Wiesehügel zur Reform der Rentenversicherung, Ergänzung zu dem Punkt 5.2 5.3 Langjährige Versicherungszeiten honorieren 5.4 Familienlastenausgleich und Hinterbliebenenversorgung in der gesetzlichen Rentenversicherung 5.5 Die Anhebung des gesetzlichen Rentenalters 5.6 Die Senkung des Rentenniveaus 5.7 Die kapitalgedeckte Altersvorsorge 5.8 Die rentenpolitischen Vorschläge der Kommission in der Gesamtbetrachtung 6. Gesetzliche Pflegeversicherung 6.1 Die Vorschläge der Kommissionsmehrheit 6.2 Familienlastenausgleich nach Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes 6.3 Steuerfinanzierung von Rentenversicherungsbeiträgen für nichterwerbsmäßig pflegende Angehörige 6.4 Leistungsveränderungen – richtige Richtung, aber sozial unverträglich gestaltet 6.5 "Intergenerativer Lastenausgleich" in der Kritik 7. Zusammenfassung und Fazit 7.1 Der verkürzte Ansatz der Kommission 7.2 Unsere Beurteilung der wichtigsten Beschlüsse der Kommission 7.3 Kein Grund zur Resignation! Literatur Mitglieder der DGB-Arbeitsgruppe zur Begleitung der Rürup-Kommission Ute Klammer Frauen brauchen mehr als Familienpolitik Wilhelm Adamy Herausforderungen einer älter werdenden Erwerbsbevölkerung Oder: wem nutzt eine alternsgerechte Gestaltung der Arbeitswelt? Ursula Engelen-Kefer / Klaus Wiesehügel / Annelie Buntenbach / Heinz Stapf-Finé Erwerbstätigenversicherung als gewerkschaftliche Reformoption Wolfgang Scheremet Belastung mit Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen im internationalen Vergleich "Eine gesunde Reform für alle" Eckpunkte des DGB zur Gesundheitsreform 2003

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