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Theo in Golden

Levi, Allen (Gebundene Ausgabe, Niederländisch)

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Technische Daten


Erscheinungsdatum
11.06.2026
Sprache
Niederländisch
EAN
9789049211929
Herausgeber
Boekerij
Autor
Levi, Allen
Einbandart
Gebundene Ausgabe

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3.8
Aus 4 Bewertungen zu Theo in Golden
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Gesichter mit Geschichten
Ursula U. - Bewertet am 15.09.2026
Zustand: Exzellent
Der 86-jährige Theo ist in die Kleinstadt Golden im amerikanischen Süden gereist, warum und wer er ist, bekommt man nicht aus ihm heraus. In einem Cafe sieht er eine ganze Reihe Bleistiftporträts von Gesichtern hängen, laut Barista leben diese Menschen in Golden und wurden von einer Fotovorlage…  gezeichnet. Theo beschließt, da diese sehr guten Werke nicht teuer sind, einige zu kaufen und den Dargestellten zukommen zu lassen. Nach einiger Recherchearbeit und handgeschriebenen Briefen lädt er diese Menschen nacheinander auf eine öffentliche Bank zur Übergabe ein. Dabei erfährt er durch seine charmante und herzliche Art viel über diesen Menschen. Er hört sehr genau zu, was sie bewegt. Darunter sind so verschiedene Menschen wie eine Wirtschaftsprüferin, ein Raumpfleger oder die Obdachlose Ellen. Auch wir lernen diese Menschen kennen und lieben und manche Vorurteile verflüchtigen sich. Bei Asher, den Künstler dieser Werke, geht er bald ein und aus. Was es mit dem ganzen Jahr, welches Theo in Golden verbringt, auf sich hat, erfährt man erst auf den letzten Seiten des Romans und versteht erst dann den ganzen Zusammenhang. Trotz der Länge war dieser Roman für mich an keiner Stelle langweilig oder langatmig. Er wurde sich Zeit genommen für die Beschreibung der Menschen, für ihre Geschichten. Dies alles in einem hervorragenden humorvollen und einfühlsamen Schreibstil, der mich gefangen genommen hat.
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Zuckerguss über Golden
Gabriela S. - Bewertet am 07.09.2026
Zustand: Exzellent
Mir hat von Anfang an die ruhige und unaufgeregte Erzählung der Handlung sehr gut gefallen. Es gibt keine lauten Töne, keine hektischen Wechsel, keine theatralischen Gesten, nichts Übertriebenes. Das macht den Einstieg und das Bekanntwerden mit den Protagonisten leicht. Noch dazu wird alles und…  jeder ganz genau beschrieben, möglichst freundlich, möglichst positiv, sodass auch hier weder Unruhe noch Antipathie entstehen kann. Das gilt sowohl für Theo, den Hauptprotagonisten, als auch für all die Menschen, die ihm in Golden begegnen - sei es gewollt oder unbeabsichtigt. Auch die großzügige Geste, 92 Zeichnungen an die Portätierten zu übergeben, hat durchaus Charme. Doch bei einem Volumen von fast 500 Seiten trägt diese nahezu immer gleiche ruhige und fast bedächtige Erzählweise nicht dauerhaft. Es kommt eine gewisse Langeweile auf, das Prinzip des "Gutmenschen" ermüdet und ich hätte mir sehr gewünscht, dass ein bisschen mehr Ecken und Kanten gezeigt würden. Denn auch das ist menschlich und beinahe glaubwürdiger, als wenn über alles und jeden ein Zuckerguss gebreitet wird. Wer wirklich etwas ganz und gar undramatisches und unaufgeregtes lesen möchte, der ist bei Theo in Golden sicher gut aufgehoben. Mir persönlich war das Buch zu lang und phasenweise etwas zu langatmig. Manchmal ist weniger mehr.
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Die Treffen am Brunnen
Jenny V. - Bewertet am 06.09.2026
Zustand: Exzellent
„Ich weiß, Sie finden das Ganze vermutlich ein wenig seltsam. Aus irgendeinem Grund aber bin ich davon überzeugt, dass dieses Porträt in ihre Hände gehört.“ Inhalt Theo kommt in die amerikanische Kleinstadt Golden mit einer Sehnsucht im Herzen, die nur er selbst kennt. Und mit seinen 87 Jahren ist…  er zwar hochbetagt, steckt aber voller gütiger Ideen und genießt sein Leben jeden Tag in dankbarer Demut. Im örtlichen Café entdeckt er zahlreiche Bilder von porträtierten Bewohnern der Stadt, die ihn dazu inspirieren, die abgebildeten Personen mit ihren eigenen Porträts zu beschenken. Dazu versucht er sie ausfindig zu machen und inszeniert die persönliche Übergabe auf einer Bank am Brunnen in der Stadtmitte. Voller Vorfreude fiebert er den Treffen entgegen und möchte sein „fremdes“ Gegenüber näher kennenlernen. Sein gutmütiges Wesen gepaart mit einer scharfen Beobachtungsgabe, machen ihn bald zum stadtbekannten Unikum. Und ganz nebenbei schließt er wertvolle Freundschaften, die ihm seiner eigenen Mission immer näherbringen. Meinung Das Buch verspricht dem Leser, ihn zu einem besseren Menschen zu machen, die Geschichte selbst ist bestechend einfach gehalten und wird durch den sympathischen Protagonisten schnell zum Wohlfühlroman. Ein bisschen Alltagsphilosophie, aufgewertet durch nette, einprägsame Charaktere und eine bezaubernd schöne Story machen den Reiz des Buches aus. Handlungstechnisch braucht man Geduld, muss sich mit Theo gemeinsam auf die Reise machen und seiner Passion nachspüren. Der Inhalt ist erfrischend, lebensbejahend und inspirierend. Schließlich weckt er sogar die Lust daran, selbst etwas Gutes zu tun. Der Glauben an das Wertvolle in jedem Menschen, die Liebe zur Kunst und die Magie, kleine Wunder lebendig werden zu lassen, verleihen dem Text sein Herzblut. Fazit Ich vergebe gute 4 Lesesterne für ein angenehm, abwechslungsreiches Buch zum Nachdenken und Entschleunigen. Hier findet man das pure Leben, eingefangen in einer warmherzigen Erzählung. Manchmal war es mir zu „weich“ gezeichnet, zu wenig aussagekräftig in seiner Gesamtheit. Doch es passt alles optimal zusammen – man fühlt sich geborgen und gesehen, fast als wäre man selbst unter den handelnden Personen. Wer ein mutmachendes Buch mit Liebe zum Detail sucht, wird hier fündig und wer sich gerne beim Lesen entspannt, sollte ebenfalls schnell zugreifen.
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Tu Gutes und sprich nicht darüber
Lea R. - Bewertet am 04.09.2026
Zustand: Exzellent
Nachdem mir die englische Version von 'Theo in Golden' bereits mehrfach auf Social Media begegnet ist und in den höchsten Tönen angepriesen wurde, war ich sehr neugierig auf dieses Buch, auf Theo, aber auch auf die ganzen Menschen, denen er in Golden begegnet. Schon auf den ersten Seiten hat mich…  der ganz besondere Schreibstil des Autors gefangen genommen. Normalerweise tendiere ich dazu, schnell zu lesen und auch mal einzelne Wörter und Halbsätze zu überspringen, aber hier habe ich jedes Wort aufgenommen und mich auf die Erzählweise eingelassen. Man merkt schnell, dass Theo ein ganz besonderer Mensch ist, auch wenn er bis zuletzt nur wenig und auch das meist nur bruchstückhaft von sich preisgibt. Im Zentrum stehen vielmehr seine Begegnungen mit den Menschen in Golden und seine Art, deren Geschichten durch geschicktes und aufmerksames Fragen aus Ihnen herauszuholen. Die Porträts der Einwohner:innen, die in einem Café in Golden ausgestellt sind und die Theo nach und nach kauft, um sie ihren rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben und dadurch mit ihnen ins Gespräch zu kommen haben der Geschichte einen tollen Rahmen gegeben. Trotz der vielen neuen Personen, die nach und nach eingeführt wurden gelang es dem Autor immer, ein genaues Bild jedes einzelnen zu zeichnen, sodass man sich, auch wenn einige Kapitel dazwischen lagen, immer wieder an die Personen erinnern konnte, sobald sie wieder auf die Bildfläche traten. Schleichend bemerkt man beim Lesen die Veränderungen, die durch Theos Auftauchen bei den Einwohnern von Golden losgetreten werden und die sich auch in deren eigenem Handeln widerspiegeln. Ohne dafür große Anerkennung zu wollen oder seine Taten ins Licht zu rücken, schenkt Theo den Menschen so viel mehr als nur ihre Porträts und hat auch mich immer wieder nachdenklich gestimmt. Ich mochte die durchweg positive Stimmung im Buch sehr gerne, die die Eigenarten eines jeden Charakters oft ganz neutral hervorhebt, aber nie Kritik enthält. Auf nur wenigen Seiten gelang es dem Autor, auch anfangs sehr seltsam oder auch unsympathisch anmutende Personen begreifbar zu machen, in dem er ihre persönliche Geschichte offen legte und den ganzen Menschen dadurch viel nahbarer werden lies. Durch die Geheimnisse, die Theo umgaben und die Klarstellung bereits zu Beginn, dass seine Zeit in Golden auf ein Jahr begrenzt ist, war ich während des Lesens stets neugierig, was hier verborgen bleibt. Dennoch hatte das Buch für mich keinen richtigen Spannungsbogen und zog sich dadurch an einigen Stellen. Besonders gegen Ende wurde mir die Geschichte auch ein wenig zu kitschig und plakativ. Ein weiterer Punkt, der mir ab und an negativ aufgefallen ist, ist das christlich-traditionelle Weltbild Theos, mit dem ich persönlich nichts anfangen kann. Auch das dadurch entstehende Frauenbild und die an einer Stelle sexistischen Beschreibungen einer jungen Frau fand ich eher unangebracht. Alles in allem schafft das Buch eine besondere und zum Nachdenken anregende Atmosphäre, aber gleitet manchmal auch etwas träge dahin und konnte mich nicht vollständig überzeugen.
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