Kurzbeschreibung der Reihe
Coolness hat sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem dominanten Verhaltensideal entwickelt. Der vorliegende Essay geht von der These aus, dass sich Coolness vor allem im Film herausgebildet hat und verfolgt ihre Inszenierung und die Entwicklung eines regelrechten Coolness-Codes anhand von Mimik, Gestik, Requisiten, Kostümbild und Bewegungen – von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart.
Vor dem Hintergrund tiefgreifender kulturhistorischer Verschiebungen taucht Coolness nach Vorformen im Film noir erstmals in den 1960er Jahren in Reinform auf. In den folgenden Jahrzehnten erreicht sie ihren Höhepunkt, wird zugleich rasch kommerzialisiert und zeigt bereits in den 1980er Jahren erste Erschöpfungserscheinungen. Erneuert wird sie in den 1990er Jahren durch Quentin Tarantino, der sie zu einem zentralen Element seines postmodernen Werkes macht, und durch die ersten Frauenfiguren, die das ursprünglich männlich codierte Ideal für sich adaptieren und neu interpretieren.
Und wie steht es heute um dieses scheinbar anachronistische Ideal kühler Männlichkeit? Auf diese und weitere Fragen sucht dieses Buch Antworten.
Schlagwörter
" Glorreiche Halunken, Clint Eastwood, Motorrad, Trenchcoat, Toxische Männlichkeit, Steve McQueen, Charles Bronson, James Coburn, Frank Bullitt, Sonnenbrille, Film noir, Humphrey Bogart, Casablanca, Alain Delon, Der eiskalte Engel, James Dean, The Big Lebowsky, Yojimbo, Coogans grosser Bluff, Paul Newman, Shaft, Richard Roundtree, Jerry Lewis, Arnold Schwarzenegger