Autorenporträt
Aus dem Vorwort -
Dieses Buch stellt eine Zwischenbilanz der bisherigen Untersuchungen zur Geschichte unserer Familie dar. Viele Jahre hat vor allem die Autorin in zahlreichen Städten und Dörfern des Westerzgebirges, dem Gebiet, in dem unsere Vorfahren seit Jahrhunderten siedelten, die Archive und Kirchenbücher sowie alte Chroniken und andere Dokumente durchgearbeitet. Sie konnte inzwischen eine Fülle von Informationen über mehr als 3.000 Vorfahren der Familien Görner und Engelmann, die durch die Eheschließung von Karl-Heinz Görner und Lucia Engelmann im Jahr 1935 verbunden sind, sowie über zahlreiche weitere mit ihnen verwandte Familien zusammentragen. In einigen Fällen konnte die Generationenfolge bis in das 15. Jahrhundert nachgewiesen werden.
Weitere Forschungen werden neue Erkenntnisse bringen. Manches Detail wird durch die Erschließung zusätzlicher Quellen berichtigt werden müssen. In der genealogischen Forschung ist man bekanntlich vor Überraschungen niemals sicher, aber dies gehört ja zu den reizvollen Aspekten dieser Arbeit.
Zur Erleichterung des Verständnisses der verwandtschaftlichen Zusammenhänge wurden den im Buch genannten leiblichen Vorfahren der Autoren die Personenkennzahl nach Kekulé in eckigen Klammern hinzugefügt. Auch die im Anhang enthaltenen Ahnenlisten zu den Familien, von denen in dieser Chronik berichtet wird, sollen die verwandtschaftlichen Beziehungen verdeutlichen. Sie sind detailierter und enthalten wesentlich mehr Namen von Vorfahren als das Personenregister, in dem nur die in den einzelnen Kapiteln dieses Buches genannten Personen erfaßt sind.
Die Ahnenlisten sind – bis auf wenige Ausnahmen – in der Reihenfolge geordnet, in der über die einzelnen Familien im Text berichtet wird.
Bereits unsere Großeltern und Eltern haben großes Interesse für die Familienforschung gezeigt. So war unser Großvater Martin Görner aktives Mitglied des im Jahr 1900 gegründeten „Familienverbandes der Gerner, Goerner, Görner“, der sich die Erforschung der Geschichte dieser Familien zur Aufgabe gestellt hatte, seine Arbeit aber mit Beginn des 2. Weltkrieges einstellen mußte. Unser Vater Karl-Heinz Görner hat wenige Monate vor seinem Tod ein Familienwappen für die Nachkommen im Mannesstamm unseres Stammvaters Andreas Görner gestiftet, um die Familientradition zu festigen. Auch dieses Buch soll zur Stärkung der „Familienbande“ in gutem Sinne dienen. Indem es auf die Wurzeln unserer Familie hinweist, kann es zur Festigung unserer eigenen Identität beitragen. Wer um seine eigenen Wurzeln weiß, kann auch seine aktuelle Lebenssituation besser einschätzen und vielleicht sogar Lehren und Erkenntnisse für die Zukunft schöpfen.
Um den Umfang des Buches in vertretbaren Grenzen zu halten, mußten wir uns auf eine Auswahl von Lebensbildern von einigen unserer Vorfahren beschränken, deren Schicksal typisch für die Zeit war, in der sie gelebt haben. Wir waren bestrebt, diese Familiengeschichte einzuordnen in die größeren historischen Zusammenhänge, die ihre Resonanz im Leben der einzelnen Vorfahren gefunden haben und in deren Biographien sich die Wirtschafts-, Kultur- und Sozialgeschichte des Westerzgebirges im Kleinen widerspiegelt.
Bei der Erarbeitung des Buches erhielten wir von vielen Seiten tatkräftige Unterstützung, so daß ein echtes Gemeinschaftswerk entstanden ist. Es ist uns deshalb ein aufrichtiges Bedürfnis, an dieser Stelle Frau Eva Kretschmar (Leipzig) und Frau Christine Espig (Lößnitz) sowie den Herren Ernst Bochmann (Kohren-Sahlis), Hermann Doerffel (Krumhermersdorf), Falk Drechsel (Burkhardtsdorf), Gisbert Falke (Röttenbach), Jürgen Gerner (Schwerin), Dietmar Görner (Reichenbach), Rudi Hofmann (Hohenstein-Ernstthal), Hans - Gottfried Knapp (Hünfelden), Harald Mischnick (Kronberg), Steffen Scholtz (Gornsdorf), Klaus Schröpel (Thalheim) und J. Volke (Penig), ganz herzlich zu danken, die wertvolles Material für unsere Familienchronik zur Verfügung gestellt haben.
Unser besonderer Dank gilt Herrn Professor Dr. Reinhard Kluge (Rechenberg-Bienenmühle) und Herrn Dr. Dr. Gerhard Günther (Mühlhausen), die unschätzbare Hilfe bei der Erschließung von Quellenmaterial geleistet haben.
Frau Magda Strobel (Aue), die uns in allen Phasen der Erarbeitung dieses Buches wirkungsvoll unterstützt hat, wissen wir uns zu großem Dank verpflichtet.
Sehr dankbar sind wir auch den Mitarbeitern des Sächsischen Hauptstaatsarchivs Dresden, der Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung Leipzig, der Kreisarchive Aue – Schwarzenberg und Stollberg, der Stadtarchive Chemnitz, Lößnitz, Schneeberg und Zwickau
sowie den Pfarrämtern in Aue, Auerbach, Bockau, Burkhardtsdorf, Eibenstock, Elterlein, Hartenstein, Hundshübel, Jahnsdorf, Lößnitz, Meinersdorf, Neustädtel, Niederzwönitz, Rothenkirchen, Schellenberg, Schlema, Schönheide, Sosa, Stollberg, Stützengrün, Thalheim, Zwönitz und Zschorlau, die freundlicherweise den Zugang zu den bei ihnen befindlichen Dokumenten gewährten und darüber hinaus bei der Durchsicht der Archivalien mit Rat und Tat hilfreich zur Seite standen. Dank gebührt auch dem Evangelisch - Lutherischen Landeskirchenamt Sachsen, das uns seit mehr als einem Jahrzehnt die Genehmigung zur Benutzung von Kirchenbüchern für unsere Familienforschung erteilt.
Dem Herren Verleger Harald Rockstuhl wissen wir uns für die sorgfältige Betreuung dieses Buches zu besonderem Dank verpflichtet.
Frau Almut Smolik und Frau Kerstin Ehrlich danken wir für ihre Mitwirkung bei der Vorbereitung des Manuskripts zum Druck.
Schließlich danken wir auch den Mitgliedern unserer Familie, die tatkräftig zur Erarbeitung des Buches beigetragen haben. Insbesondere haben Frau Sigrid Kaiser – Clauß (Wendlingen), Herr Bernd Görner (Weilheim/Teck) und Herr Dieter Görner (Hoyerswerda) aktiv am Kapitel 8 mitgearbeitet, in dem die unterschiedliche Lebenssituation der Mitglieder der Familie, die in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts in der DDR und in der BRD lebten, geschildert wird. Unseren Dank sprechen wir auch Herrn Reiner Görner (Mühlhausen) für die Aufbereitung des in der Chronik enthaltenen Bildmaterials sowie Herrn Volker Görner (Wendehausen) für die materielle Unterstützung unserer Familienforschung aus.
Abschließend geben wir der Hoffnung Ausdruck, daß dieses Buch auch andere Menschen dazu anzuregen möge, nach ihren eigenen Vorfahren zu forschen und sie bei der Sichtung der aufschlußreichen Unterlagen, die die zentralen und örtlichen Archive nicht nur über das Leben und Wirken der Herrschenden, sondern auch der einfachen Leute in den vergangenen Jahrhunderten bereithalten, viel Freude und Erfolg haben.
Aue/Mühlhausen, im Juli 2002 Die Autoren