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Beschreibung
Unter den Verschwörern des 20. Juli war Adam von Trott zu Solz der "Außenminister". Während zwanzig Auslandsreisen koordinierte er die Zusammenarbeit des Widerstandes mit den Alliierten. Obwohl er ahnte, daß er in den Tod gehen würde, kehrte er im Juni 1944 aus Schweden nach Berlin zurück und wurde im August hingerichtet. Adam von Trott zu Solz war eine der Schlüsselfiguren im Widerstand gegen Hitler. Er knüpfte das Netz zwischen Stauffenberg und dem Kreisauer Kreis, spann Fäden in die alliierten Hauptstädte, hatte Kontakte bis in höchste britische und US-amerikanische Regierungskreise. Innenpolitisch suchte von Trott den Schulterschluß mit konservativen, christlichen, gewerkschaftlichen und kommunistischen Widerstandsgruppen - eine Haltung, mit der in Zeiten des Kalten Krieges beide deutsche Staaten nur schwer umgehen konnten. Ohne Kenntnis von Person und Haltung Adam von Trotts ist jedoch keine Würdigung des Widerstandes möglich. Henric L. Wuermeling legt nun die erste deutsche Biographie dieses zu Unrecht wenig beachteten Widerstandskämpfers vor, die auf Recherchen in Geheimdienstarchiven und ausführlichen Gesprächen mit Überlebenden basiert.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
25.05.2004
Sprache
Deutsch
Originalsprache
Deutsch
EAN
9783421058225
Herausgeber
DVA
Sonderedition
Nein
Autor
Henric L Wuermeling
Seitenanzahl
240
Auflage
1
Einbandart
Gebundene Ausgabe
Buch Untertitel
Adam von Trott zu Solz im Widerstand gegen Hitler
Autorenporträt
Henric L. Wuermeling, geboren 1941, war von 1966 bis 2000 Redakteur des Bayerischen Fernsehens, davon die letzten zehn Jahre Programmbereichsleiter. Seine ARD-Dokumentationen erhielten zahlreiche Auszeichnungen, darunter der Bayerische Fernsehpreis für sein Doku-Drama über Adam von Trott zu Solz. Henric L. Wuermeling lebt in München.
Höhe
215 mm
Breite
13.5 cm

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4.0
Aus 2 Bewertungen zu Doppelspiel
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Sehr konstruiert
Annabell S. - Bewertet am 04.04.2026
Zustand: Exzellent
Nach seinem großen Erfolg steckt der Krimiautor Tom Borg mit seiner anhaltenden Schreibblockade in einer tiefen Krise. Auf der Suche nach neuer Inspiration landet er in einem dubiosen Club in Stockholm. Er wird dort Zeuge eines Mordes, der erschreckend genau dem Plot seines neuen, kaum begonnenen Romans entspricht. Plötzlich gilt er selbst als Hauptverdächtiger. Während immer mehr Realitätselemente mit seiner Fiktion verschmelzen, gerät Tom in ein gefährliches Spiel, in dem unklar ist, wer die Kontrolle über die Geschichte hat – und warum Menschen sterben, die eigentlich nur in seinem Buch existieren sollten. "Doppelspiel" ist der Auftakt in die Trilogie mit dem Krimiautor Tom Borg. Die Handlung startet mit einem enormen Tempo. Kurze Kapitel und schnelle Perspektivwechsel sowie ein flüssiger Schreibstil sorgen dafür, dass man regelrecht durch die Seiten fliegt. Die Story wirkt dabei oft wie ein Actionfilm: rasant, laut, voller Fluchtmomente und überraschender Wendungen. Die wechselnden Perspektiven bringen Dynamik und Spannung aber so manch eine Szene wirkt sehr drüber. Einige Entwicklungen sind so konstruiert und unrealistisch, dass man sich hier mehrfach gefragt hat, ob die Logik hier bewusst zweitrangig war. Viele der Figuren waren recht undurchsichtig, was auch zur Spannung beigetragen hat. Unbekannte Mächte ziehen Fäden, doch welches Spiel hier gespielt wird, bleibt lange unklar. Tom Borg, Hauptcharakter in der Story fand ich mit seinen Handlungen sehr naiv. Aber er wurde wahrscheinlich bewusst so dargestellt, dass die Story auch einen Sinn ergibt. Olivia, ebenfalls Hauptcharakter fand ich eher unsympathisch. Sie hat ihre Ecken und Kanten, was sie greifbar macht, aber sie handelt sehr impulsiv und kopflos. Ihre Handlungen sind schwer nachvollziehbar. Die Auflösung fand ich recht eigenartig. Es war zu sehr an den Haaren herbeigezogen, wirkte auch wieder sehr konstruiert und es blieben noch relativ viele Fragen offen bzw. kamen neue hinzu. Man merkt, dass hier Raum für die Fortsetzung der Trilogie gelassen wurde. Mein Fazit: Es war fast wie in einem Actionfilm. Sehr rasante Handlung, aber es wirkte oft sehr überzogen und konstruiert. Ob ich Band 2 lese, bleibt offen. Perfekt für Fans rasanter, filmreifer Thriller. Wenn Realismus wichtig ist, könnte dieser Auftakt der Trilogie enttäuschen.
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Was ist wahr, was ist Fiktion?
susanne b. - Bewertet am 30.03.2026
Zustand: Sehr gut
„Doppelspiel“ ist der Auftakt einer neuen „True-Fiction-Reihe“ der beiden schwedischen Autoren Arne Dahl und Jonas Moström. Ein spannender, metafiktionaler Krimi, in dem ein renommierter Krimiautor plötzlich selbst des Mordes verdächtigt wird, über den er gerade schreibt. Statt eines Prologs gibt es eine spannende Spieleröffnung: Nic Castillo, der Held aus „Big Bang Blues“, einem Buch von Tom Borg, „stirbt“ bei den Dreharbeiten auf Gotland. Der Krimiautor hat eine Schreibblockade. Sein neuer Thriller soll die Klimakrise thematisieren. Auf einer Lesung trifft Tom die geheimnisvolle Nicole, die ihn in einen dubiosen Stockholmer Club mitnimmt. Zu Recherchezwecken? Tatsächlich stirbt Nicole in einem Whirlpool, genau wie Tom es für seinen neuen Thriller vorgesehen hatte. Wurden sie hereingelegt? Tom flieht. Polizistin Olivia Woolf nimmt die Verfolgung auf. Schon bald gibt es ein zweites Opfer. Und wieder ist Tom live dabei. Auf einmal kann er auch wieder schreiben. Doch nicht nur die Polizei ist hinter Tom her. Unbekannte Mächte treiben die Handlung voran. Tom ist nur eine (Schach-)Figur in einem tödlichen Spiel, in dem die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit verschwimmen. „Doppelspiel“ ist hart und brutal, herausfordernd und anspruchsvoll. Ein wirklich surrealistisches, extremes Setting. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Nichts ist, wie es scheint. Olivia, die ein blaues und ein grünes Auge hat, hat auch eine dunkle Seite. Sie ist MMA-Kämpferin und verübt Selbstjustiz an Männern, die Frauen misshandeln. Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Die Auflösung vermochte mich jedoch nicht zu überzeugen. Nichtsdestotrotz bin ich gespannt auf die Fortsetzung. Fazit: Starker Tobak, den Dahl & Moström ihren Lesenden servieren.
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