Autorenporträt
Der Autor Hans Angele
Geboren 1922 (Inflationszeit) in Reinstetten, aufgewachsen auf einer kleinen Landwirtschaft; Vater nannte sich "Seldner und Zimmermann".
7 Jahre Katholische Volksschule; zum "studieren" gingen damals auf dem Land nur wenige. Wohl wollten die Eltern ihren jüngsten Sohn aufs Gymnasium schicken, aber dieser sperrte sich, denn er meinte, dann müßte er "geistlich" werden.
1937 bis 1940 Maschinenschlosser-Lehre im Nachbarort Hürbel und Besuch der Gewerblichen Berufsschule in Biberach.
1941 Dienstverpflichtung zum Dornier-Flugzeugbau in Friedrichshafen.
1942 – 45 Kriegsdienst bei der Flak (Fliegerabwehr) in Leipzig, Berlin, Witten/Ruhr und zuletzt 2 ½ Jahre in Italien.
1948 Mechaniker-Meisterprüfung, Selbständigmachung, anfangs im Schopf des elterlichen Hofes. Es war alles zu "machen", was auf dem Dorf so anfiel: Landmaschinen, Traktoren, Fahrräder, Motorräder sowie Reparaturen in Mühlen, Sägen und auf den Bauernhöfen.
Ab 1965 Fertigung von Schmiede-Essen. Diese "Schmiedefeuer" fertigt die Firma Angele noch heute, sie finden weltweit Abnehmer.
Der Autor lebt, arbeitet und wohnt von Jugend an bis heute in seinem Geburtsort Reinstetten. Er war und ist noch immer mittendrin im Leben seines Dorfes, als Handwerker, Gemeinderat, Musiker, Sänger, Chronist.
Mit siebzig, im sogenannten Ruhestand begann er noch, sich mit Familien-, Dorf- und Heimatgeschichte zu beschäftigen und darüber zu schreiben. Das vorliegende Buch "Bauernsprache und Bauerngeräte im Schwäbischen Oberland" ist seine fünfte Buchveröffentlichung.
Ungeachtet seiner Bodenständigkeit ist Hans Angele weltoffen. Er unternahm Auslandsreisen und hat sich bei Entwicklungshilfe-Projekten in Afrika engagiert, machte Informationsbesuche in der Provinz Karamoja (Uganda) sowie in der Region Piela (Burkina Faso).
Die Angele-Sippengemeinschaft entdeckte vor 15 Jahren in Ungarn ein donauschwäbisches Dorf, in dem heute noch vierzig Familien den Namen Angele (Angeli) tragen. Daraus hat sich eine Sippen-Partnerschaft entwickelt mit jährlichen gegenseitigen Besuchen. Die Alten dort sprechen heute noch Schwäbisch. Im Umkreis sind da noch zwei weitere "Schwobadörfer". Unser Autor hat nun festgestellt, daß in den drei Orten das Schwäbische jeweils einen anderen Klang hat. Er will nun herauszufinden, aus welcher Gegend Oberschwabens die Auswanderer damals um 1740 hergekommen sind.
Schlagwörter
Dialekt, Bauernsprache, Oberland, Schwäbisch, Oberschwaben