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Zirkusblut oder ein Austrian-Psycho-Trashkrimi, zweiter Teil

Franzobel (Gebundene Ausgabe, Deutsch)

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Beschreibung
DAS SCHLEUDERBRETT Begonnen hatte es mit dem Schweinsbratenessen vor zwei Jahren, bei dem ihm die Frau davon war. Hätte sich Hörgas Hörgas damals über die fettigen Teller und Reindln gewagt, hätte heute alles anders ausgesehen. Wenn er wenigstens an einem der nächsten Tage seine Frau angefleht und bebettelt hätte, zu ihm zurückzukommen. Aber nichts. Hörgas blieb stur. Das kennt man. So trat ein, was sie, seine Frau, ihm prophezeit hatte: – Kennst di aus, hatte sie gesagt, i geh, wirst schon sehen, was du dann hast. Kennst di aus. Und sie hatte Recht gehabt. Was hatte er? Ein Chaos. Einen Mikrokosmos der Schöpfung, einen nach hinten losgegangenen Urknall, Totalkomplexität. Er konnte es nicht nur sehen, sondern auch riechen. In der Abwasch stapelten sich Teller, auf dem Ofen und im Backrohr standen Pfannen, Töpfe mit undefinierbaren graugrünen Flüssigkeiten, an deren Oberfläche Fettblättchen und vergammelte Essensreste schwammen. Überall leere Suppendosen voll schleimiger Flüssigkeiten, in denen man, hätte man gewagt hineinzusehen, grün gewordene Kartoffelwürfel und eingeschrumpelte Speckstücke erkennen hätte können. Kaum zu glauben, dass er sich davon wochenlang ernährt haben soll. Unaufgewärmt. Gott sei Dank hatte er die Notlösung Fastfood entdeckt. Hunderte Pizzakartons und Hamburgerschachteln voll brüchig gewordenem versteinertem Käse bezeugten dies. Hörgasens Wohnung war ein urbanes Biotop, ein nicht mit öffentlichen Mitteln gefördertes Experimentierlabor für Schwerchemie. Es war derart grauenvoll, dass einmal sogar, von Nachbarn alarmiert, die Polizei angerückt war. Der faulige Gestank, hatte man vermutet, könne nur von einer Leiche stammen. Aber Hörgas schickte die Kollegen mit den Worten weg: – Glauben heißt nichts wissen. Sollen net so viel glauben, die Leut. Na, das wäre was gewesen, wenn zum Beispiel die österreichischen Medien mitbekommen hätten, wie ein Kriminalkommissar lebte oder vielmehr hauste oder noch vielmehr abhauste. Die hätten eine Hausse gehabt. Da wäre er dann ausgehaust gewesen, hätte er sich gleich die Kugel geben können. Aber noch hielt ihm die Polizei die Stange, noch wussten die, dass sie so einen Kriminalkommissar wie Hörgas Hörgas kein zweites Mal bekommen würden. Man hatte ja sogar versucht, ihm zu helfen. Aber wie? Ihm eine Nacktputzerin bestellt? Nein, einen Aufräumtrupp hatte man zusammengestellt. Erst ein paar Wochen ist es her, dass die mit Putz- und Desinfektionsmitteln bewaffneten Todesverächter das hörgassche Domizil gestürmt hatten. Und was war dabei herausgekommen? Schon beim Anblick der zur Mistgstätten verkommenen Küche hatte der Aufräumtrupp in Gestalt der Sekretärin Claudia Ohnmacht, die sich als Erste wieder fasste und den zahnspangigen Mund aufbrachte, spontan entschieden, dass erst einmal die Teller eingeweicht werden mussten, sonst könne man da vorerst gar nichts tun, und in der Zwischenzeit, in der Zwischenzeit könne man ja Hände waschen von innen. Na ja, und ein Bier wird zu diesem Händewaschen von innen nicht gereicht haben, wer weiß, was da noch so alles an Desinfektionsmitteln und Destillaten dazukam. Jedenfalls standen jetzt die Kübel mit den eingeweichten Tellern noch immer in der Dusche und warteten auf die Rückkehr des Aufräumtrupps. Vergeblich. Das hatte Hörgas nun von dieser Helferei. Nicht einmal duschen konnte er jetzt noch. Und dabei hatte der großmäulige Aufräumtrupp, der im Grunde nichts anderes als ein verirrter Polizeistammtisch gewesen war, noch nicht einmal den Kühlschrank gesehen, die Schimmelkulturen in den Joghurtbechern, die rotbraunen Flüssigkeiten in den verschweißten Plastikfolien, das eisumwucherte Gefrierfach, den kupfergrünen Käse. Wahrscheinlich hätte man bei diesem Anblick die Feuerwehr geholt und wäre ein Vollbad von innen nehmen gegangen. Nein, stand für Hörgas Hörgas fest, bloß keine Helfer, die verschlimmern alles nur. Er betrachtete die Flecken auf dem Leintuch, dachte an seine Frau, kennst di aus, wie er ihr immer wieder gesagt hatte: Friss net so vü, schaut di jo kana mehr on, und überlegte, wie lange wohl die Bettwäsche schon nicht mehr gewechselt worden war. Weiber!, dachte Hörgas, lang hoit i’s nimma aus. Er stopfte sich Dragee Keksi in den Mund und blätterte im »Österreichischen Kontaktmagazin«. Nackte Frauen wurden durch das Papier gepumpt, Bumsknochen noch und noch. Und er stieß auf eine Attraktion! Verbringen Sie Ihr Wochenende im Eva-Maria-Arsch, dieser feiste Prostituiertenhintern war, wenn man der Beschreibung glauben durfte, vom jahrelangen abnormen Ringmuskelzusammenziehen derart gedehnt, dass man wie in die Dachsteinhöhlen hineinkriechen konnte. Höhlenführer gab es, Rutschen, Rodelbahnen, eine Eva-Maria-Arsch-Bootsrundfahrt, Aussichtsterrassen, Restaurants, ein vom österreichischen Touristen- und Prostituiertenverband gemeinsam aufgestelltes Gipfelkreuz, Sessellifte, Übernachtungsmöglichkeiten. Ja, das Naherholungsgebiet Eva-Maria-Arsch war sogar schon als Unesco Weltkulturerbe im Gespräch. […]
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
10.05.2004
Sprache
Deutsch
EAN
9783852525846
Herausgeber
Bibliothek der Provinz
Sonderedition
Nein
Autor
Franzobel
Seitenanzahl
150
Auflage
1
Einbandart
Gebundene Ausgabe
Einbandart Details
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