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Der Umwelt zuliebe
Beschreibung
Mit einem romantischen Drama über die spirituelle Verbindung zweier Frauen aus verschiedenen Generationen tritt Pop-Queen Madonna ein zweites Mal hinter die Kamera.
Es mag im Wesen der Entertainmentbrache liegen, über kreative Territoriumsüberschreitung generell, besonders aber von Madonna zu spotten und die Qualität ihrer Regiekompetenz mit "Like a Virgin" einzustufen. Vielleicht ist der Nachfolger von "Filth and Wisdom" überambitioniert in der Konzeption, in der Realisierung aber die Revidierung eines Vorurteils wert. Der clevere Titel beschreibt die verknüpften Themen: Die Geschichte von Edward VIII und Wallis Simpson - und die Frage, ob das "Wir" (WE) in einer Liebe dem Druck der Beziehungsjahre standhält und nicht in "Sie" und "Er" auseinanderbricht. Das Drehbuch, das die Pop-Ikone mit Alek Keshishian, Regisseur von "Im Bett mit Madonna", schrieb, surft verwegen zwischen zwei Kontinenten und Zeitaltern hin und her.
Im Manhattan von 1998 fokussiert es sich auf Wally Winthrop (Abbie Cornish) und ihr Ehegefängnis mit einem gut situierten Mann, der ihren Kinderwunsch nicht erwidert und auf ihre wohl begründete Eifersucht auch schlagend reagiert. In diesem Klima von Gewalt und Vernachlässigung driften Wallys Gedanken in die 1930er und 1940er Jahre ab, zur Amerikanerin Wallis Simpson (Andrea Riseborough) und ihrer Beziehung zum englischen König, die Wally verklärt und als romantische Richtschnur für ihr eigenes Leben sieht. Die spirituelle Verbindung der Frauen macht Madonna auch gegenständlich, wenn der Klang eines 1948 angestoßenen Glases auch 1998 zu hören ist, wenn sich beide sogar begegnen und die Flucht in die Fantasie schließlich obsolet wird. Denn Wally findet die Liebe in der Beziehung zu einem russischen Wachmann, welche die gesellschaftliche Inkompatibilität der königlich-bürgerlichen ansatzweise spiegelt.
Obwohl es dem Film manchmal an dramatischem Zug und Klischeekontrolle mangelt, wenn sich ein Wachmann nur Piano spielend und Rilke lesend als Lover für die Frau aus besseren Kreisen qualifiziert, obwohl man gerne auch mehr von den privaten Realitäten der "größten Romance des Jahrhunderts" gesehen hätte, gefällt "W.E." dank Hagen Bogdanskis eleganter Kameraarbeit, dank Cornishs sinnlicher und Riseboroughs charismatischer Darstellung und einer Inszenierung, die sich in der Akzentuierung von Musik und Bildsprache an den Filmen von Terence Davies und Wong Kar-Wai zu orientieren scheint. kob.
Hersteller: Universum Film, Neumarkter Str. 28, München, 81673, info@universumfilm.de