Autorenporträt
.der ersten Auflage
Was lange währt, wird endlich gut!
Mit der Herausgabe dieses Buches über die einzigartige Flora an den sagenumwobenen Hörselbergen konnte ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung gehen. Wir vom Heimatverlag Hörselberg bedanken uns damit recht herzlich bei Herrn Dr. Wolfgang aus Gotha, für seine engagierte Tätigkeit rund um die Natur des geliebten Heimatberges in den letzten Jahrzenten. Seit mehr als 30 Jahren führt er u.a. alljährlich eine botanische Exkursion im Hörselberggebiet. Als absoluter Pflanzenkenner und liebenswerten Mensch weis er über fast jede Pflanze interessantes zu berichten.
Angeregt durch das von ihm 2007 herausgegebene Buch „Wildblumen im Thüringer Burgenland der Drei Gleichen und des Seebergs“ entstand die Idee, ein Buch über die Pflanzenwelt der Hörselberge herauszugeben. Kaum war dieser Gedanke ausgesprochen, schon kurz darauf übergab uns Dr. Klug sein erstes Manuskript im März 2010. Doch mit der mir selber gestellten Aufgabe – die Finanzierung auf den Weg zu bringen – gestaltete es sich schwierig und zäh. Die Spendenaktion wurde mit kleineren Beträgen durch die Teilnehmer an der bot. Führung im Mai 2010 gestartet. Anlässlich des 120. Geburtstages des Hörselberghauses im Juni 2010 übergaben Heimatfreunde aus Friedrichswerth den Erlös vom Verkauf ihrer „Tannhäuser-CD“ an den Heimatverlag. Steter Tropfen höhlt den Stein! Als schließlich die Wartburg-Sparkasse und die Via Solution Thüringen GmbH als Sponsoren gewonnen werden konnten, rückte das Ziel deutlich näher. Auch der NABU Kreisverband Gotha, in dem Dr. Klub seit Jahren aktives Mitglied ist, steuerte eine finanzielle Unterstützung bei.
Wer und was haben diesen einmaligen Pflanzenkenner und Naturfreund geprägt?
Wolfgang Klug wurde am 26. Juni 1937 als Sohn des Gärtners Eugen Klug und seiner Ehefrau Gertrud in Gotha geboren. Seine Vorfahren kamen mit dem Bau des Schlosses Friedenstein 1643 als Kutscher aus Arnstadt nach Gotha. Bereits Mitte des 18. Jahrhunderts waren die ersten Klugs in Gotha als Gärtner tätig. Als Kind erlebte er die mühevolle Tätigkeit seiner Eltern in der eigenen Gärtnerei. Ihn interessierten schon damals Details und komplexe Zusammenhänge in der Natur. Nach der Grundschule besuchte er von 1951 bis 1955 die Arnoldischule in Gotha. Nach dem Abitur studierte Klug in Mühlhausen Pädagogik in den Fächern Chemie und Biologie. 1960 heiratete er. Aus der heute noch bestehenden Ehe gingen zwei Kinder und zwei Enkel hervor. Seine erste Lehrerstelle war 1960 – 1967 das Schulkombinat Aspach, wo er Schüler aus Aspach, Trügleben, Teutleben, Metebach und Neufrankenroda in fast allen Fächern bis zur 8. Klasse unterrichte. Er versuchte, durch Exkursionen und kleine Forschungsaufträge, die Kinder für die Natur zu begeistern. Von 1963 bis 1967 absolvierte Klug ohne Abminderungsstunden nebenbei ein Fernstudium an der Pädagogischen Hochschule Potsdam, wo er die Qualifikation für den Biologieunterricht bis zur 12. Klasse erwarb. Zusammen mit einigen wissenschaftlichen Mitarbeitern der Hochschule war er maßgeblich an der Erarbeitung des populärwissenschaftlichen Bestimmungsbuches „Pflanzen der Heimat“ beteiligt. In den Unterrichtshilfen für Lehrer wurde das Kapitel „Taxonomie“ von ihm verfasst. Ohne das große Verständnis seiner Ehefrau Christa wäre diese intensive Weiterbildung und die nachfolgende Forschungsarbeit für die Dissertation an der Universität Halle mit dem Thema „Die Verbreitung von Waldpflanzen und ihre Beziehung zu Vegetation und Standort im Gebiet der Fahner Höhe“ nicht möglich gewesen. 1972 promovierte er mit dem Prädikat magna cum laude zum Dr. rer. nat.
Nach nur zweijähriger Lehrertätigkeit an der Gothaer Ostschule war Klug von 1969 bis 2002 Fachlehrer für Biologie und Chemie an der Arnoldischule in Gotha (Erweiterte Oberschule und ab 1991Gymnasium). Gerade die Biologie gab ihm Möglichkeiten, auch durch Exkursionen in der heimischen Natur seiner Schüler zum Engagement für Naturschutz und Landschaftspflege zu gewinnen. Bereits 1972 organisierte er das erste einer Reihe sogenannter Jugendsymposien Landeskultur. In diesen Veranstaltungen diskutierten Jugendliche der Schule mit engagierten Naturschützern und Vertretern staatlicher Institutionen über Probleme des Natur- und Umweltschutzes im Landkreis Gotha. Seit 1973 wurden regelmäßig freiwillige Biotoppflegeeinsätze durchgeführt, an denen außer zahlreichen Arnoldischülern engagierte Naturschützer teilnahmen. 2000 erschien als Projekt der Gothaer Jugend-Agenda 21 unter seiner wisssenschaftlichen Anleitung die Broschüre „Naturgeschützte Gebiete in und um Gotha“, an deren Erarbeitung und Gestaltung mehr als 30 Schüler Anteil hatten. Dr. Klug war bei zahlreichen Publikationen über die Natur im Landkreis Gotha mit botanischen und heimatkundlichen Artikeln beteiligt.
Als Autor verfasste er u.a. 1996 das Buch „Streifzüge durch die heimatliche Natur“, 1996 die Broschüre „Kleinode der heimischen Flora“ und 2007 schon erwähnte Buch. In seiner Freizeit widmet er sich besonders der Geobotanik, Pflanzensoziologie und Taxonomie und pflegt dabei enge Kontakte zu den Universitäten Halle, Jena und Göttingen. Von 1982 bis 1991 fungierte Dr. Klug als ehrenamtlicher Vorsitzender der Gesellschaft für Natur und Umwelt des Kulturbundes im Kreis Gotha und arbeitet seitdem aktiv im Naturschutzbund des Landkreises Gotha mit. Für seine Leistungen beim Naturschutz wurde er 1995 mit dem Umweltpreis des Landkreises Gotha und 2005 mit der Myconius-Medaille der Stadt Gotha geehrt.
Schlagwörter
Melborn, Wenigenlupnitz, Großenlupnitz, Stockhausen, Natur, Heimat, Mythen, Sagen, Ludwig Bechstein, Richard Wagner, Tannhäuser, Venus, König Ludwig II, Jesusbrünnlein, Gotha, Walterhausen, Friedrichroda, Tabarz, Schwarzhausen, Fischbach, Winterstein, Schmerbach, Eisenach, Wutha-Farnroda, Schönau, Kälberfeld, Sättelstädt, Sondra, Hastrungsfeld, Burla, Ettenhausen, Botanik, Flora, Thüringer Wald, Rennsteig, Inselsberg, Wartburg, Hörsel, Nesse, Hörselberg, Naturschutz, Landschaftsschutz, Biotoppflege, Geologie