Autorenporträt
Hans-Peter Hansen, der Autor und Fotograf, wollte eigentlich Agraringenieur werden. Nach langer und manchmal nicht so berauschender Schulzeit, die Zeugnisse betreffend, erhielt er eine Lehrstelle als Landwirt. Drei Jahre Lehre als Voraussetzung für das Agrar-Studium. Die damalige Gesundheit machte ihm jedoch einen Strich durch die Planung. Zu dieser Zeit besaßen die Eltern eine Gaststätte, mit Saal und kleiner Küchenführung. Die Waldschenke war sehr bekannt und genoss einen hervorragenden Ruf. Also lag es der Mutter Agnes Hansen nah, dem einzigen Sohn die Gastronomielehre schmackhaft zu machen. Das gelang ihr.
Der Autor begann eine Kellnerlehre, so hieß das damals, im historischen Krug in Oeversee. Drei Jahre, die sein Leben maßgeblich und positiv mit geprägt haben. Nach erfolgreichem Abschluss – Prüfungsbester mit Auszeichnung vor der Industrieund Handelskammer zu Flensburg – begann er die weite Welt zu erobern – beruflich natürlich. Als der jüngste eingetragene Geschäftsführer einer Kölner Gaststätten-Betriebsgesellschaft, ging es beruflich bergauf. Als Koch fand er sich nach einer zusätzlichen Ausbildung in den Küchen dieser Unternehmenskette wieder. Viel gelernt und erlebt, so das Fazit dieser Ära, die mit der Selbstständigkeit endete. Alles – oder fast alles erlebt – Höhen und Tiefen durchgemacht, bis er mit seiner Frau Elsbeth und Tochter Claudia den Grundstein legte, um 1993 im historischen Dorf Unewatt die Gastronomie zu übernehmen. Das historische Gasthaus Unewatt, 1634 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, war von da an 16 Jahre lang die Wirkungsstätte der Hansens.
Schnell wurden, aufgrund der Historie und der Besonderheit des Dorfes, die Medien auf das Gasthaus aufmerksam, zumal sich Hans-Peter Hansen alter Rezepturen erinnerte und diese mit großem Erfolg umsetzte. Auch sonst ließ man sich immer etwas Besonderes einfallen. Aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland kamen Gruppen um zum Beispiel Angeliter Schnüsch oder hausgemachtes Sauerfleisch vom Angelner Sattelschwein zu probieren. Folglich waren sehr oft Fernsehteams der verschiedenen
Sender in Küche und Restaurant anzutreffen, um über Historie und alte Rezepturen zu berichten. Dies wiederum erhöhte den Bekanntheitsgrad der Familie Hansen und ihrem Gasthaus. Hansen, der sich schon in jungen Jahren neben seinen beruflichen Aufgaben mit dem Journalismus beschäftigt hatte, fing an zu schreiben.
Neben einigen Kapiteln als Gastautor, verfasste er kleine Kochbüchlein und aktuelle Beiträge für Fachzeitschriften. Noch zu erwähnen, dass das Fotografieren eines seiner Hobbys ist. Diese Kombination
hat sicherlich dazu geführt, dass Hansen vom Verlag Edition Limosa angesprochen wurde, um das Heimatkochbuch Angeln, das Ihnen jetzt vorliegt, zu schreiben. Es hat etwas länger gedauert, bis er sich dieser Herausforderung stellte.
Schlagwörter
Flensburg, Rum, Steckrübe, Sattelschwein, Schleswig, Bier, Angeln, Kappeln, Flusskrebs