Technische Daten
Erscheinungsdatum
01.04.2013
Autorenporträt
Fritz Backhaus ist stellvertretender Direktor des Jüdischen Museums in Frankfurt am Main. Raphael Gross ist Direktor des Jüdischen Museums in Frankfurt am Main, des Fritz Bauer Instituts und des Leo Baeck Institute London sowie Reader in Queen Mary, Universität London. Liliane Weissberg ist Christopher H. Browne Distinguished Professor in Arts and Science und Professor for German and Comparative Literature an der University of Pennsylvania (USA).
Kurzbeschreibung der Reihe
Shylock aus Shakespeares Drama "Der Kaufmann von Venedig " und Nathan aus Lessings Schauspiel "Nathan der Weise" sind zwei völlig unterschiedliche Bühnenfiguren: Der erste repräsentiert den "bösen", der zweite den "guten" Juden. Aber beiden ist auch etwas gemeinsam: Sie sind reich. Die Ausstellung "Juden. Geld. Eine Vorstellung" beschäftigt sich mit einem jahrhundertealten und populären Klischee: "Juden und Reichtum". Sie hinterfragt diese oft als selbstverständlich angenommene Verbindung und untersucht ihre historischen Hintergründe und fiktionalen Auswüchse. Das reich bebilderte Begleitbuch zur Ausstellung stellt in 18 Beiträgen jüdische Geldverleiher, Hoffaktoren, Bankiers und Theoretiker des Kapitalismus und ihr Wirken vor. Die Beiträge konzentrieren sich auf die Juden in Deutschland und auf den Beginn der Neuzeit, der eng mit der Etablierung des kapitalistischen Geldwesens und der Wirtschaftsgeschichte der Juden in Europa verbunden ist.
Schlagwörter
Rothschild, Shylock, Nathan der Weise, Europa, Deutschland, Frankfurt am Main, Juden, Judentum, Geld, Geldwirtschaft, Kredit, Reichtum, Warenhaus, Hoffaktoren, Banken, Börse, Münzen, Geld, Handel, Wohlfahrtswesen, Mäzen, Kapitalismus, Zedaka, Beiträge zu Katalog
Inhaltsverzeichnis
Inhalt
7 Vorwort
Raphael Gross
Prolog
14 Vorstellungen
Liliane Weissberg
29 Bilderstrecke
Credo und Credit
38 U nentbehrlich und verachtet: Jüdische Geldleihe im Mittelalter
Martha Keil
51 Bilderstrecke
Hoffaktoren
66 Der Reichtum der Hofjuden - Jüdische Perspektiven
Rotraud Ries
82 Privilegiert, toleriert, nobilitiert, diskriminiert - Die zweischneidige Erfolgsgeschichte der Wiener Juden
Gabriele Kohlbauer-Fritz
95 Bilderstrecke
Reich wie Ro thschild
108 Mythos Rothschild
Fritz Backhaus
119 Bilderstrecke
Geld: Vo n Münzen und Papier
132 "Unter grosser Gefahr und Risico bei mässigem Vortheil" - Die jüdischen Münzentrepreneurs in Preussen unter Friedrich dem Grossen 1740-1786
Bernd Kluge
145 Bilderstrecke
Börse und Banken
156 Jüdische Privatbankiers und Grossbankdirektoren in Deutschland zwischen Kaiserreich und Zweitem Weltkrieg - Ein Überblick
Martin Münzel
171 Bilderstrecke
Handel und Kommerz
186 Juden und Handel: Von der Frühen Neuzeit bis zum Beginn der Emanzipation
Jonathan Karp
204 Könige des Einzelhandels: Jüdische Warenhausunternehmer und Die Macht des Konsums
Paul F. Lerner
219 Bilderstrecke
Von der Zedaka
zum Mäzenatentum
232 "Zedaka" - mehr als nur Geben
Johannes Heil
242 "Wer heut zu Tage nicht reich ist, ist arm - das ist schon ein Fluch, der auf uns ruhet" Die Entwicklung des jüdischen Wohlfahrtswesens in Deutschland seit dem 17. Jahrhundert
Derek J. Penslar
260 I m Zeichen der Emanzipation - Jüdisches Mäzenatentum in Wissenschaft und Kunst
Sven Kuhrau
271 Bilderstrecke
Kapitalismusdebatten
284 Juden und Kapitalismus in der Nationalökonomie um 1900: Zu Ideologie und Ressentiment in der Wissenschaft
Nicolas Berg
308 Radikaler Antikapitalismus. Der Jude als Kommunist
Jerry Z. Muller
334 Der utopische Blitzgedanke: Reichtum für alle - Gold, Geld oder etwas ganz Anderes?
Detlev Claussen
349 Bilderstrecke
Vernichtung
362 "… die hatten immer das meiste Geld" - Funktion und Bedeutung eines antijüdischen Klischees im "Dritten Reich"
Frank Bajohr
375 Bilderstrecke
Epilog
392 "… als ob man ein Bündel raschelndes Papiergeld küsst" - Reiche Juden in der westdeutschen Nachkriegsliteratur
Stephan Braese
407 Bilderstrecke
428 Autorinnen und Autoren
Danksagung
Leihgeber
Bildnachweis
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