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Beschreibung
Gibt es ein Böses der Nachmoderne, das sich von demjenigen früherer Zeiten auf spezifische Weise unterscheidet? Macht es überhaupt Sinn, von "dem" Bösen zu sprechen - in einer Welt, in der wir auf keine Personifikationen alten Zuschnitts mehr treffen? Könnten wir nicht, wenn sich die Bedingungen unserer Existenz auf so grundlegende Weise ändern, wie das gegenwärtig der Fall ist, nun endgültig auf eine metaphysische Redeweise verzichten, die auch schon in der Moderne nur noch den Charakter eines Relikts hatte? Der Essay von Max Lorenzen geht, um diese Fragen zu beantworten, einen Weg, der in dieser Weise bisher noch nie beschritten wurde. Er verbindet die ungeschützte Darstellung persönlichen Erlebens und die philosophische Reflexion, um in diesem wechselseitigen Bezug eine Haltung der denkenden Erfahrung entstehen zu lassen. In ihr, einer Zone der wirklichen und direkten Betroffenheit, setzt sich das Ich der Begegnung mit den Bildern des nachmodernen Lebens aus. Sie sind rätselhaft und unheimlich. Um sie zu verstehen, bedarf es einer neuen Metaphysik, die keinen ontologischen Systemcharakter mehr hat und sich von den tradierten Vorgaben löst. Diese Metaphysik ist ein Desiderat der gegenwärtigen philosophischen Situation: sie kann dazu beitragen, die Erstarrung eines eingefahrenen Frage- und Antwortspiels zu durchbrechen. Auch unsere Zeit muss die Erfahrung des Lebens und des Todes, des Fremden und Kalten, aufeinander beziehen, um ihre spezifischen Bedingungen der Freiheit, von Kunst, Literatur und Philosophie, zu schaffen. Der Beitrag Lorenzens hierzu besteht nicht zuletzt darin, eine nachmoderne Ethik zu entwerfen, in der sich plurale und flexibilisierte Formen mit einem ernsthaften Engagement verbinden.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
01.10.2001
Sprache
Deutsch
EAN
9783828883086
Herausgeber
Tectum Wissenschaftsverlag
Sonderedition
Nein
Autor
Max Lorenzen
Seitenanzahl
272
Einbandart
Taschenbuch
Buch Untertitel
Eine Theorie des Bösen in der Nachmoderne. Philosophisch-literarischer Essay
Thema-Zusatz
1500 bis heute
Höhe
210 mm
Breite
14.8 cm
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