Der nächste Evolutionssprung der Spielegeschichte steht bevor. Will Wright, Schöpfer von Die Sims, präsentiert Dir SPORE - erlebe eine epische Reise, die Dich vom Ursprung des Lebens durch die Entwicklung der Zivilisation und Technologie bis hin zu den unendlichen Weiten des Weltalls führt. Deine Odyssey beginnt mit der Entstehung des Lebens als Einzeller, der ums reine Überleben kämpft. Nutze dann den intuitiven Editor, um die Kreatur von Ihrem Mikroben - Dasein in eine Spezies zu verwandeln, die intelligente Werkzeuge zu Ihrem Vorteil einsetzt. Lenke Deine Spezies, wenn sie die Dörfer, Gebäude, Städte und Fahrzeuge baut, die Du entworfen hast. Auf dem Weg zur globalen Zivilisation liegt es an Dir, ob Du jagst oder plünderst, überfällst oder handelst, freundlich oder hinterlistig bist! All dies geschieht in einer riesigen, lebendigen Welt, die von Kreaturen bevölkert wird, die von anderen Spielern erstellt werden und über die zentralen SPORE-Server für alle zugänglich sind.
Rezension aus der trade-a-game-Redaktion:
Spore
Mit seinem neuen Spiel will Will Wright an den Erfolg von Die Sims anknüpfen. In Spore führen Sie eine Kreatur, die Sie selbst im Baukasten erstellt haben, aus der Ursuppe in den Weltraum. Dabei haben Sie stets die Wahl, ob Sie Ihre Ziele durch Krieg oder Diplomatie erreichen.
Wie in Spore alles begann
Mit Spore hat sich Will Wright einiges vorgenommen. In dem Spiel soll die gesamte Evolution einer Spezies simuliert werden. Zu Beginn sehen Sie, wie ein Meteor auf einen von Ihnen ausgewählten Planeten stürzt. Aus diesem Meteor kommt auch Ihre Kreatur. Als Amöbe – zuvor haben Sie sich für einen Fleisch- oder Pflanzenfresser entschieden – müssen Sie in der Zellphase Futter einsammeln, gegen andere Kreaturen kämpfen und vor größeren fliehen. Im Laufe der Zeit wird Ihre Kreatur immer größer. Außerdem können Sie mittels des Editors in Spore DNA-Punkte in erworbene Kreaturenteile an Ihre eigene anfügen. So haben Sie die Möglichkeit, Kampfstärke oder Schnelligkeit zu steigern. Die erste Phase von Spore ist am ehesten mit einem Geschicklichkeitsspiel zu vergleichen. Haben Sie genügend Futter gesammelt, so steigen Sie in die Kreaturenphase auf. Hier entfaltet sich endlich das Potential des Editors. Rollenspielähnlich erforschen Sie die Umgebung mit Ihrer Kreatur, kämpfen gegen andere Arten oder schließen Frieden tanzend und singend Frieden mit Ihnen.
Die Evolution geht weiter
In der zweiten Phase wächst Ihr Gehirn immer mehr, was Ihnen erlaubt, Mitstreiter anzuwerben, die Ihnen fortan im Kampf oder in der Diplomatie zur Seite stehen. Währenddessen erlaubt Ihnen Spore immer wieder neue Teile an Ihre Kreatur anfügen, die neue Fähigkeiten mit sich bringen oder Ihre Kreatur verbessern. Von Phase zu Phase wird das Spiel immer komplexer und anspruchsvoller. Haben Sie mit genügend anderen Arten interagiert, steigen Sie in die Stammesphase auf. Jetzt wird Spore zum Echtzeitstrategiespiel. Sie müssen, wie auch in der vorherigen Phase, mit anderen Dörfern Frieden schließen oder Sie ausrotten. Die frei drehbare Kamera von Spore erlaubt Ihnen dabei einen guten Überblick über Ihr Dorf. Mit der Zeit steigen die Anzahl der möglichen Bewohner sowie Ihre verfügbaren Werkzeuge. Außerdem müssen Sie stets für ausreichend Nahrung sorgen. Jedoch dürfen Sie Ihre Kreatur nicht mehr verändern. Das Ankleiden der Bewohner motiviert weit weniger als der komplexe Baukasten.
Erobern Sie in Spore die ganze Welt, und noch viel mehr!
Leider fehlt Spore in der Stammesphase und der folgenden Zivilisationsphase ein roter Faden. Die Aufgaben wiederholen sich zu oft und sind teilweise wenig anspruchsvoll. Taktik ist nicht nötig, um die Feinde zu besiegen. Gleichzeitig ist die Einfachheit ein großer Anreiz für Einsteiger. Haben Sie den gesamten Kontinent erobert, fährt Spore mit der Zivilisationsphase fort. Hier dürfen Sie wieder kreativ sein. Vier Gebäudetypen und zehn Fahrzeugtypen warten darauf, nach Ihren Vorstellungen geformt zu werden. Danach ist Ihre Aufgabe dieselbe wie zuvor. Sie müssen die gesamte Welt erobern und dazu andere Städte, die dieses Mal Ihrer eigenen Kreatur entsprechen, vernichten oder, nachdem Sie vorher Handel getrieben haben, einfach aufkaufen. Spore stellt Sie jedoch auch hier vor keine großen taktischen Aufgaben. Lediglich die Fahrzeugtypen Wasser, Luft, Boden und Unterwasser bringen ein wenig Komplexität mit sich. Haben Sie auch diese Aufgabe bewältigt, geht es in die unendliche Weite des Weltraums.
Spore bringt die Sterne zum Greifen nahe
In der letzten Phase, der Weltraumphase, entwickelt sich das gesamte Potential von Spore. Aufträge wie beispielsweise „Sammle X Exemplare von Spezies Y“ bringt endlich mehr Abwechslung in die Aufgaben. Mit dem Editor können Sie Ihr gebautes Raumschiff dabei beliebig weiterentwickeln. Außerdem bietet Spore ein komplexes Universum, in dem Sie jeden Stern besuchen und unterwerfen können. Allerdings wird hier die Steuerung durch die nicht mehr frei drehbare Kamera unnötig kompliziert. Die Grafik von Spore ist dabei nicht das Beste, was der Markt zu bieten hat. Und doch liegt in der Technik eine der großen Stärken. Denn Ihre wesentlich texturreichere Kreatur wird vom Spiel immer perfekt animiert, egal, wo Sie Beine, Arme oder Augen anbringen. Dabei setzt Spore Ihrer Kreativität Grenzen nur durch ein Limit der Komplexität Ihrer Kreatur. Ansonsten können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Spore führt Ihnen außerdem ständig die Geschichte Ihrer eigenen Spezies vor Augen. Und in der Evolution dieser Kreatur liegt die große Motivation von Spore.
Fazit: Spore versucht, drei Genres und fünf Spiele in einem zu vereinen. Und bis auf ein paar Kleinigkeiten gelingt das hervorragend. Die Evolution der eigenen Kreatur zu sehen motiviert vor allem kreative Köpfe enorm. Bemängeln kann man jedoch die fehlende Abwechslung in ein paar Teilen des Spiels sowie die geringe taktische Tiefe des Spiels.
( Autor: Lars Stegemann )
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