Crysis ist ein PC-Ego-Shooter der nächsten Generation von Crytek, dem preisgekrönten Entwickler von Far Cry. Crysis stellt einen atemberaubenden technischen Meilenstein dar und kombiniert eine unglaubliche Optik mit ausgeklügeltem Gameplay und einer epische Story, in der du dich anpassen musst, um zu überleben.
Rezension aus der trade-a-game-Redaktion:
Crysis Warhead
Der preisgekrönte Shooter des letzten Jahres bekommt Zuwachs. In Warhead wird die Geschichte von Psycho erzählt, der parallel zu den Abenteuern von Nomad, dem Protagonisten aus Crysis, Jagd auf einen Container der Koreaner macht.
Die Geschichte hinter Crysis Warhead
In Crysis Warhead übernehmen Sie die Rolle des britischen Sergeant „Psycho“ Sykes, der ebenso wie Nomad, der Protagonist des Hauptprogramms, einer Elitetruppe der Alliierten angehört, die mit einem speziellen High-Tech-Anzug, dem Nanosuit, ausgerüstet ist. Sie erleben eine Geschichte, die parallel zu der von Crysis stattfindet. Auf einer paradiesischen Insel kämpfen Sie zunächst gegen klischeebehaftete Koreaner, bis schließlich Aliens auftauchen und Sie sich auch mit diesen noch herumschlagen müssen. In Crysis tauchte Psycho zu Beginn als Kamerad von Nomad auf, verschwand dann jedoch und tauchte erst am Ende des Spiels auf einem Flugzeugträger mit einem erlegten Alien wieder auf. Crysis Warhead erzählt die Abenteuer, die Psycho während dieser Zeit auf der anderen Seite der Insel erlebt. Dabei machen Sie Jagd auf einen Container der Koreaner, in dem die Alliierten einen Atomsprengkopf vermuten, daher der Name Warhead. In Sachen Atmosphäre legt Crytek dabei noch einmal zu. Durch gut gemachte Zwischensequenzen erfahren Sie die Story des Spiels. Im Gegensatz zu Nomad hat Psycho außerdem einen Charakter und zeigt Emotionen. Außerdem stellt Ihnen das Spiel von Zeit zu Zeit Kameraden zur Seite, sodass Sie wie auch in Call of Duty das Gefühl bekommen, Teil einer übergreifenden Schlacht zu sein.
Das Hauptelement von Crysis Warhead: Der Nanosuit
Crysis Warhead bietet eine gekonnte Mischung aus Freiheit und Linearität. Anders als in Far Cry haben Sie so nicht das Gefühl, orientierungslos herumzulaufen. Allerdings wirken die Levels teilweise etwas arg begrenzt. Dafür bietet Crysis Warhead jedoch einiges an Abwechslung, was die Umgebungen angeht. Kämpfen Sie zu Beginn noch im blühenden Urwald, so verwandelt sich dieser bald in eine Eislandschaft. Des Weiteren dürfen Sie noch ein Schiff sowie eine Mine von innen besichtigen. In das Leveldesign fügt sich weiterhin auch das wohl wichtigste Element von Crysis Warhead ein: Der Nanosuit. Der High-Tech-Anzug bietet vier verschiedene Modi, die Sie zur Unterstützung Ihrer Kampffähigkeiten heranziehen können: Stärke, Panzerung, Unsichtbarkeit und Schnelligkeit. Außerdem können Sie Ihre Waffen aufrüsten durch Schalldämpfer, Laservisier und ähnliches. Das alles macht sehr viel Spaß. So können Sie im Unsichtbarkeitsmodus an den Koreanern vorbeischleichen, die Wachen an den stationären Geschützen ausschalten und die rechtlichen Gegner von hinten ans Korn nehmen. Ein großes Atmosphäre-Plus: Wer an seiner Waffe eine Taschenlampe oder ähnliches hat, der wird auch im unsichtbar von seinen Feinden beschossen. Wie ein gutes Addon bringt natürlich auch Crysis Warhead Neuerungen mit, die jedoch nicht gerade zahlreich sind: So dürfen Sie mit zwei MPs gleichzeitig um sich schießen oder mit dem Granatwerfer aus der Entfernung die Gegner angreifen. Außerdem kommt mit dem ASV ein schweres Fahrzeug hinzu sowie das Luftkissenfahrzeug, das Sie jedoch nur im Singeplayerpart benutzen dürfen.
Die Stärke von Crysis Warhead: Die Technik
Ähnlich wie in Far Cry die Mutanten nicht jedem gefallen haben, so genossen auch in Crysis einige die Scharmützel gegen die Koreaner wesentlich mehr als die gegen die Aliens. In Crysis Warhead werden Sie wesentlich mehr gegen menschliche Gegner antreten dürfen als gegen die außerirdischen Kämpfer. Beide agieren wie auch im Vorgänger bereits schlau, suchen Deckung und werfen Granaten. Dazu besitzen sowohl Ihre Verbündeten als auch Ihre Gegner zum Ende des Spiels hin ebenfalls Nanosuits. Die Aliens schützen sich sogar gegenseitig mit Energieschilden. Eine der größten Stärken von Crysis Warhead bleibt die Technik. Die Grafik sieht hervorragend aus und gehört zum Besten, was es momentan auf dem Computer anzuschauen gibt. Besonders die Gesichter sind sehr detailliert dargestellt. Die Soundkulisse tut ihr übriges zur Atmosphäre. Das sorgt insgesamt für ein intensives Spielerlebnis. Doch wie auch das Hauptprogramm ist Crysis Warhead extrem kurz. Nach bereits etwa fünf Stunden werden erfahrene Spieler das Spiel durchgespielt haben. Dazu haben Sie das Gefühl, nur eine Nebenrolle zu spielen. Die wichtigsten Ereignisse erleben Sie nicht selbst, sondern erfahren nur die Auswirkungen. Auch das Ende ist nicht sonderlich befriedigend.
Der Mehrspielermodus Crysis Wars
Crysis Wars ist ein von Crysis und Warhead unabhängiger Mehrspielerteil. Er besteht aus 21 Karten, davon sind jedoch nur sieben neu. Drei Modi können Sie in Crysis Wars spielen. Darunter sind selbstverständlich die klassischen Varianten Deathmatch und Team-Deathmatch, zusammengefasst unter dem Begriff Instant Action, in denen Sie im Team oder einzeln gegeneinander antreten. Die Karten sind unterschiedlich groß und bieten teilweise auch Fahrzeuge. Das Herz des Multiplayerparts ist jedoch weiterhin der Power Struggle Modus. Dort treten Amerikaner und Koreaner gegeneinander an und versuchen, den Gegner durch den Bau einer Nuklearwaffe zu besiegen. Dazu müssen Sie Prototypen-Fabrik und Kraftwerk erobern und Prestige-Punkte sammeln. Diese Punkte können Sie in Waffen, Fahrzeuge und Ausrüstung investieren. Außerdem steigen Sie mit der Zeit im Rang auf. Das wesentliche Element bleibt aber auch hier der Nanosuit. Nur durch den klugen Einsatz der Fähigkeiten können Sie die Partien für sich entscheiden.
Fazit: Wie bereits auch schon Crysis bietet Crysis Warhead eine kurzes, aber intensives Spielerlebnis. Der Nanosuit und die tolle Technik trösten dabei über die Story-Schwächen hinweg, auch wenn das Spiel leider nur mit wenigen Neuerungen daherkommt. Der Mehrspielermodus ist besonders durch den Einsatz des Nanosuits interessant. Shooter-Fans sollten auf jeden Fall einen Blick auf Warhead riskieren.
( Autor: Lars Stegemann )
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