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Der Umwelt zuliebe
Beschreibung
Nichts symbolisiert die Teilung Koreas so sehr wie die sogenannte "Brücke ohne Wiederkehr" in der demilitarisierten Zone zwischen den beiden Staaten, der "Joint Security Area". Hier spielt Park Chan-Wooks auf der Berlinale stürmisch gefeiertes Drama über Feinde, die für kurze Zeit Freunde werden.
Am 38. Breitengrad herrscht immer noch (kalter) Krieg. Als eines nachts zwei nordkoreanische Grenzsoldaten erschossen werden, löst der Vorfall eine militärische Kettenreaktion aus. Über das Ereignis gibt es sehr unterschiedliche Varianten: Der südkoreanische Bericht stellt fest, ein südkoreanischer Soldat sei entführt worden und hätte sich nur durch die Tötung zweier gegnerischer Soldaten befreien können, die Nordkoreaner behaupten, er habe die Grenze überschritten und die Wachposten bewusst exekutiert. Beide Seiten rufen die Aufsichtsbehörde der neutralen Staaten (NNSC) an. Für Aufklärung soll Leutnant Sophie Jean, eine Schweizerin koreanischer Abstammung, sorgen. Sie ist die erste Frau, die seit 1953 dieses Gebiet betritt und stößt auf eine Mauer des Schweigens, Misstrauen schlägt ihr entgegen, die wenigen Aussagen der Beteiligten widersprechen sich. In einer langen Rückblende erzählt der Film, was wirklich passierte.
Park Chan-Wook erzählt davon, wie Menschen das ihnen vermittelte Feindbild überwinden. Ein in einem Minendraht verhedderter Südkoreaner ist Auslöser für eine grenzübergreifende Männerfreundschaft. Ohne Wissen ihrer Vorgesetzten schleichen sich nachts zwei Südkoreaner in die Wachstation ihrer "Kollegen", man betrachtet plötzlich den anderen nicht mehr als "kommunistischen Bastard" oder "Todfeind", sondern als Menschen mit ähnlichen Wünschen und Bedürfnissen, vertreibt sich die gestohlenen Stunden mit Spielen und Witzen, Fotos von Frau und Kind wandern von Hand zu Hand. Tagsüber dagegen mimen sie weiterhin die indoktrinierten Soldaten, schleichen bei Manövern aneinander vorbei und spucken sich auch schon mal an. Subtil beschreibt der Regisseur die kleinen Schritte der Annäherung, ein Fünkchen Hoffnung keimt auf. Doch das wird durch einen Fehlalarm mit tödlichem Schusswechsel zerstört. Ideologie und Politik erlauben keine Menschlichkeit. Der Film protokolliert die Absurdität militärischer Aktionen und das Leid des in einer Tötungsmaschinerie gefangenen Individuums. In Südkorea wurde "J.S.A." zum Kassenknüller, auch wenn südkoreanische Armeeveteranen aus Zorn das Büro der Produktionsfirma angriffen. Auch bei uns sollte diese Betrachtung der Wirklichkeit ein interessiertes Publikum finden. mk.
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