Bereits zum fünften Mal kalauert sich das Parodie-Franchise rabiat durch jüngste Horrorerfolge.
In den sieben Jahre Pause nach dem letzten Kinoauftritt der beachtlich langlebigen Horrorspoof-Reihe hatten die Weinsteins sowie ihre Autoren Pat Proft und Humor-Veteran David Zucker, der die Regie an Malcolm D. Lee ("Roll Bounce") weitergab, genügend Zeit, das von Hollywood frisch bereitgestellte Genre-Material zu sichten. Um es mit wie üblich zumeist unter die Gürtellinie zielenden Klamauk zu verspotten.
Im Intro karikieren Charlie Sheen und Lindsay Lohan ihr eigenes, notorisches Image, bis ihr von Überwachungskameras aufgezeichnetes Schäferstündchen (mit gelenkigen Body-Doubles) von Geisterhand beendet wird. Als Handlungsgerüst dient "Mama", denn Kifferkönig Snoop Dogg findet in einer Waldhütte drei verwahrloste "Spinnen"-Mädchen. Sie werden der Obhut von Simon Rex und Ashley Tisdale ("High School Musical") anvertraut, die von Anna Faris die Scream-Queen-Krone souverän übernimmt. Neben der "Paranormal Activity"-Reihe steht vor allem "Black Swan" im Parodie-Fokus, da Tisdale als Ballerina für ihren großen Auftritt probt, während Rex gemäß "Planet der Affen: PRevolution" an intelligenten Primaten forscht. Kleinere Glossen erhalten unter anderen "Inception", "Sinister" und, brandaktuell, "Evil Dead".
In dem Gag- und Parodie-Sammelsurium dienen die lose verbundenen Handlungspartien nur als Folie für grobe Scherze, die mit einer Mischung aus Genitalhumor rund um eklige Körperausscheidungen und verletzungsreichen Slapstick bis der Notarzt kommt stabile Trash-Gemüter adressieren. Wenn nicht gerade Kinder verprügelt oder Babys angezündet werden, delektieren sich die Macher an krassen Unfällen wie aus Pannenshows oder stellen Schrullen, Tücken oder körperliche Attribute der Figuren aus. Das vierte Sequel der Nonsense-Serie ist immer dann am besten, wenn es alle Geschmacksgrenzen sprengt und dann verzichtbar, wenn es abgegriffene Kalauer auspackt. Von bizarren Einfällen wie einer surrealen Gangnam-Style-Poolparty von besessenen Haushaltsgeräten hätte es gerne mehr geben dürfen. Wahrlich ein Affenzirkus (nicht nur wegen des Primaten Caesar), in dem Aufmerksame zahllose Cameos von hierzulande mal mehr, mal weniger bekannten Gesichtern wie Molly Shannon, Heather Locklear, Usher, Darrell Hammond, Tyler Perry und Mike Tyson (im S-M-Saloon!) entdecken können.
tk.