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★★★★★
☆☆☆☆☆
Das wahre Leben
Monika - Bewertet am 29.03.2015
Zustand: Sehr gut
Gelungenes Cover, vollkommen stimmig mit der Geschichte, die es verbirgt. Auf dem Buchcover entdecken wir den Bus, der Ben und Trevor an ziemlich ungewöhnliche und abgelegene Orte bringen wird. Im Innenteil entdecken wir dann auch alle "Mitreisenden", welche ihren Weg auf die eine oder andere Weise… kreuzen und beeinflussen. Mit kurzer Beschreibung und lustigem Detail wird so auf sie neugierig gemacht. Tolle Idee!
Wir lernen Ben kennen, de sein Leben nach einem schrecklichem Schicksalsschlag (welchen wir Stück für Stück im Laufe der Geschichte erfahren) sein Leben irgendwie nicht mehr auf die Reihe bekommen will. Alle Leben ihr Leben weiter, auch seine Frau hat es geschafft, nur Ben hängt an der Vergangenheit fest und gibt so dem Hier und Jetzt gar keine Chance. Völlig pleite macht er einen Kurs zur "häuslichen Pflege" und bewirbt sich schließlich bei Trevor. Die zwei haben einen Draht zueinander und Ben bekommt die Stelle. Mit der Zeit ergibt sich sowas wie eine Freundschaft und Vertrauen, auch wenn Trev es Ben nicht immer leicht macht. Doch viel schwerer mach Trev es seinem Vater an ihn heran zukommen. Er gibt ihm keine Chance, schließlich hat er die Familie verlassen. Ben tut er irgendwie leid, ist er doch so tollpatschig und gibt sich solch eine Mühe. Er würde ihm gern helfen. Ben und Trev arbeiten an einer großen Landkarte, mit vielen Pins sind dort außergewöhnliche Reiseziele markiert, die sie nie besuchen werden. Angefangen von Hobbitville, über den größten Hundekopf bis hin zum größten Loch der Welt. Sein Vater begibt sich nun auf die Reise und sendet Trev von jedem Ziel eine Postkarte, bis er schließlich einen Unfall hat und der Gips in hindert. Trevor ist neugierig geworden und schmiedet den Plan ihn zu besuchen. Und obwohl es Ben den Job kostet lernen beide viel an Erfahrung auf ihrer Reise. Lernen ungewöhnliche Leute kennen und Ben denkt mehr über den Sinn seines Lebens nach.
Wundervoller Roman über das Leben. Wie katastrophal uns Ereignisse aus der Bahn werfen können und wie unterschiedlich wir damit umgehen.
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☆☆☆☆☆
Umweg nach Hause
Hanz - Bewertet am 03.03.2015
Zustand: Sehr gut
Das Buch "Umweg nach Hause" von Jonathan Evison aus dem Verlag Kiepenheuer & Witsch ist ein Buch, das von seiner groben Handlung vielleich zunächst an "Ziemlich beste Freunde" erinnern kann, jedoch mit jeder Seite dem Leser seine ganz eigene Geschichte preisgibt!
Ben ist ein erwachsener Mann, bei… dem im Leben alles drunter und drüber läuft. Ohne festen Job beschließt er einen Crashkurs im Pflegebereich von Menschen zu machen. Kurz darauf trifft er auf den gehandicapten Trevor, ein zynischer jugendlicher, der auf die Hilfe seines Betreuers angewiesen ist. Nach kurzer Zeit wird klar, dass Trevors Kontakt zu seinem Vater eher mau ist, sodass Ben kurzerhand zusammen mit Trevor einen "Roadtrip" quer durch die USA im Kleinbus starten. Sie erleben eine skurrile Reise, die die sowohl witzige als auch bewegende Elemente bietet. Dazu aber keine genaueren Spoiler ;)
Das Cover finde ich hervorragend gelungen, da es ganz schlicht gehalten ist und nur den Kleinbus zeigt, der symbolisch für den Roadtrip und damit für die intensive gemeinsame Zeit der beiden eigentlich ganz verschiedenen Männer steht. Bezug zwischen Cover und Romaninhalt also ganz klar gegeben!
Insgesamt ist "Umweg nach Hause" ein Roman, welchen ich schon seit dem Lesen (vor ca. 2 Wochen) mehrfach weiterempfehlt habe, weil es einfach sehr gut geschrieben ist und die beiden Charaktere nicht konstruiert, sondern sehr authentisch wirken. Es bietet dem Leser auch mehr als nur eine lustige Reise durch die USA, sondern hat auch Stellen, die Gefühl zeigen und zum Nachdenken anregen.