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★★★★★
☆☆☆☆☆
Über Freund*innenschaft
Julia P. - Bewertet am 11.03.2026
Zustand: Exzellent
Der Roman "Grüne Welle" von Esther Schüttpelz hat mir insgesamt gut gefallen. Besonders stark fand ich die Beschäftigung mit Freundschaft und Identität. Diese Themen stehen klar im Mittelpunkt und werden auf eine sehr schöne, ehrliche und starke Weise behandelt.
Ein großer Pluspunkt ist der… Schreibstil. Das Buch liest sich sehr flüssig, man kommt schnell durch die Handlung - die in den Geschwindigkeiten stark wechselt und sich eigentlich nur über 24 Stunden zieht. Trotzdem wirkt die Geschichte nicht oberflächlich. Gerade der Umgang mit schwierigen Themen wird sensibel, aber auch klar dargestellt.
Die weitestgehend namenlosen Figuren sind nur so vielschichtig angelegt, wie es sein muss - ich glaube, dadurch können Leser*innen die Geschichte unterschiedlich wahrnehmen.
Insgesamt würde ich "Grüne Welle" weiterempfehlen.
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★★★★★
☆☆☆☆☆
im Kopf der Frau
Ursula U. - Bewertet am 04.03.2026
Zustand: Exzellent
Eine, zuerst namenlose, Frau, eine Künstlerin, verlässt das Kino, in dem sie regelmäßig mit ihrer Freundin aus Studienzeiten trifft. Dies ist ihre einzige Auszeit von ihrem bestimmenden Mann, einem erfolgreichen Anwalt. Sie steigt in ihr Auto und will nach Hause fahren, bis sie zuerst in einer… Umleitung gerät und dann, im Dunkeln, einen falschen Weg gewählt hat. Sie beschließt weiterzufahren und an der nächsten roten Ampel zu wenden. Doch jede Ampel leuchtet grün. So fährt sie und fährt, übermüdet und unterzuckert, bis sie einen kleinen Unfall hat.
Was diese Frau bewegt hat, sich immer weiter von ihrem Zuhause zu entfernen, wird uns während der langen Fahrt nahegebracht. Die Gedanken und Gefühle der Frau, ihre Wünsche und Sehnsüchte, die sie sich jetzt erst eingesteht, könnten viele Frauen so oder so ähnlich erlebt haben. Als sie auf zwei junge Anhalterinnen trifft werden die Reflektionen mit ihrem bisherigem Leben intensiver.
Eine weitere Sichtweise erleben wir durch die Freundin der Frau, die sich erst Sorgen um die verschwundene Frau macht, dann jedoch merkt, dass sie nicht zu ihrem Mann fahren möchte.
Der Roman ist in einer ganz besonderen Sprache geschrieben, teilweise mit sehr langen Sätzen und einem Inhalt, der nachdenklich macht.