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Beschreibung

Dreamworks' Zeichentrickadler ist gelandet: Mit atemberaubenden Bildern, die jedem Monumentalfilm zur Ehre gereichen würden, der perfekten Verschmelzung traditioneller Folienanimation mit in dieser Form noch nie gesehenen Computereffekten und dem biblischen Evergreen von Moses und dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten als Leitgeschichte erweist sich "Der Prinz von Ägypten" als bestens gerüstet, um als erster Nicht-Disney-Animationsfilm in bislang einzig dem Genre-Pionier vorbehaltene Boxoffice-Sphären vorzustoßen. Daß allerdings ausgerechnet die Figuren des biblischen Epos aller technischen Brillanz und immer wieder sensationellen Sequenzen zum Trotz blaß bleiben, verblüfft angesichts Jeffrey Katzenbergs vergangener Disney-Großtaten, in denen Emotion stets über Technologie triumphierte. Ein siebenminütiges, "Der König der Löwen" nachempfundenes Intro, untermalt von dem dem Song "Deliver Us", läßt zunächst keinerlei Zweifel daran, daß das Ergebnis zweijähriger Mühen mit der Ambition Katzenbergs mithalten kann: Vor dem imposanten und wahrlich atemberaubend in einer Mischung aus "Die zehn Gebote" und Leni Riefenstahl umgesetzten Hintergrund des Pyramidenbaus thematisieren die Zeichner den Verzweiflungsakt von Moses' Mutter, die ihren Sohn aus Angst vor den Mördern des Pharaohs im Bastkörbchen im Nil aussetzt. Zahlreichen Gefahren muß der Säugling in einer symbolischen Vorwegnahme späterer Abenteuer ausweichen, bevor er am Palast des Pharaohs angeschwemmt und von dessen Frau aufgenommen wird. Jahre später setzt dort auch die eigentliche Geschichte ein, eingeleitet von einem furiosen Wagenrennen zwischen dem arglosen Moses und Ramses, dem designierten Herrscher über das Reich Ägypten, nachdem sein Vater abgedankt hat. Schnell wird das Dilemma des Films deutlich: Wie gestaltet man eine Geschichte interessant und neu, die buchstäblich der gesamten Welt bereits bekannt ist? Weil nicht das Was, sondern das Wie die Erzählung dominiert, muß "Der Prinz von Ägypten" hart darum kämpfen, vom Overkill der Bilder nicht erdrückt zu werden. Size does matter - auch auf die wohlbekannten Szenen des Alten Testaments trifft die Hollywood-Formel des Filmjahres 1998 zu: Unvergeßliche, bombastische Bilder, entstanden in einer wegweisenden Kombination aus traditioneller Folienanimation und CGI, fand man für den brennenden Busch, die sieben Plagen und vor allem die abschließende Sequenz von der Teilung des Roten Meeres, die vermutlich Filmgeschichte schreibt. Zwangsweise wird man von der schier überwältigenden Größe dieser Szenen mehr angesprochen als von dem moralischen Dilemma Moses', seiner Vergangenheit den Rücken kehren zu müssen, um sein Volk aus der Sklaverei zu führen. Nur selten gelingt es den Zeichnern, die Bilder von ihrer Unmittelbarkeit zu lösen und mittels ihrer expressiven Kraft die inneren Kämpfe der Protagonisten sichtbar zu machen. Gerade deshalb sind auch eine sensationelle Alptraumsequenz, in der Moses in der Projektion auf ägyptische Wandmalereien seiner Herkunft gewahr wird, oder der erschütternde Moment, in dem Ramses von seinem hingerafften Sohn Abschied nimmt, die stärksten Momente des Filmes, dem natürlich auch Lob gebührt, daß er ausgefahrene Animationswege gar nicht erst beschreiten will: So erwachsen wie die majestätischen Zeichnungen selbst ist auch die Thematik selbst, die nicht - wie gewohnt - Zuflucht in publikumsträchtigem Humor sucht. Daß "Der Prinz von Ägypten" trotz seiner Schwächen letztlich doch ein Triumph ist, liegt nicht nur an der Weltklasseleistung der Animationsabteilung, sondern auch an den Spitzenleistungen der Sprecher (im Original): Val Kilmer als Moses, Ralph Fiennes als Ramses und Michelle Pfeiffer als Tzipporah vollbringen (auch als Sänger) Beachtliches und erfüllen ihre Figuren mit jener Komplexität, die die effektbedachte Erzählung ihnen verweigert. Daß dieser 70 Mio. Dollar schwere Meilenstein des Genres, der die (technische) Latte für alle kommenden Projekte sehr hoch legt, auch kommerziell ein Wörtchen mitreden wird, wenn er kurz vor Weihnachten weltweit parallel in die Kinos kommt, sollte nicht zuletzt die Marketingkampagne, in deren Mittelpunkt vor allem das erste Duett der Diven Mariah Carey und Whitney Houston und gleich drei Soundtrack-CDs stehen, sicherstellen. ts.

Hersteller: Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany, Darmstädter Landstr. 114, Frankfurt am Main, Deutschland, 60598, germany@fox.com

Warnhinweise und Sicherheitsinformationen

Informationen nach EU Data Act

Technische Daten


Erscheinungsdatum
26.02.2015
Sprache
deutsch
EAN
4047552000283
Herausgeber
Twentieth Century Fox
Titel in Originalsprache
Prince of Egypt
Auszeichnungen
Oscar-Verleihung - Academy Awards 1998 (Kategorie "Bester Song")
Altersfreigabe
6
Bildformat
16:9
Laufzeit
95 m
Datenträger Typ
DVD
Untertitel
Englisch/Diverse
Regie
Brenda Chapman, Steve Hickner, Simon Wells
Produktionsjahr
1998
Produktionsland
USA
1.0
Aus 1 Bewertungen zu Der Prinz von Ägypten
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Oliver K. - Bewertet am 15.07.2017
Zustand: Gut
*Achtung* Hat nichts mit den von Dreamworks Picture Produzierten Film zu tun,billige Osteuropa Produktion. *Achtung*
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