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Beschreibung
Poetisch-kunstvolles Animationsmärchen um ein unglückliches Mondkind auf Erden im alten Japan.
Allem Anschein nach geht 2014 eine vier Jahrzehnte dauernde Epoche zu Ende: Die beiden Begründer des Studio Ghibli, die seit den 70er Jahren, als sie die Trickserie "Heidi" erfanden, Animationsgeschichte schrieben, treten beide gleichzeitig ab. Zuerst reichte Hayao Miyazaki mit "Wie der Wind sich hebt" seinen Abschied vom Filmgeschäft ein, nun zieht sein langjähriger Gefährte Isao Takahata nach, der stets im Schatten des japanischen Zeichenmeisters stand, obwohl sein lyrisches Hiroshima-Drama "Die letzten Glühwürmchen" bei fast jeder Kritikerumfrage Platz eins der besten Animes belegt.
Die Legende beginnt mit einem vom Himmel entsandten Mondkind, das ein armer Bauer im Bambuswald findet und mit seiner Frau wie eine eigene Tochter aufzieht. Als Mitgift vererben ihm dankbare Götter goldene Geschmeide, die ihm seinen Traum von Wohlstand und gesellschaftlichen Aufstieg erfüllen. Dafür zieht er mit Kaguya in die Stadt, obwohl sich das Mädchen in der Natur und bei Jugendfreund Sutemaru am wohlsten fühlt. Entsprechend der Originalvorlage ist sie zwar unglücklich, fügt sich aber dem patriarchalen Zwang, was ein elegisches Melodram hervorbringt, das auch verschmitzt-komische Seiten aufweist. Die inzwischen wunderschöne Prinzessin setzt die adlige Männerwelt der Stadt in Verzückung, weshalb sich alle Verehrer in ruiniöse Balz-Versprechen stürzen und sogar der Kaiser ihrer Schönheit erliegt.
Wo Miyazakis Sohn Goro in "Der Mohnblumenberg" den leicht zugänglichen Stil des Studios ausweitet, besinnt sich Takahata ganz auf die Tradition. Nicht nur adaptiert er ein gut 1000 Jahre altes japanisches Volksmärchen; er nutzt auch einen ganz analogen, minimalistischen Stil, der sich an alte Tuschezeichnungen anlehnt, ihnen Aquarellfarben und das altehrwürdige Zupfinstrument Koto andient und damit einen großen Bogen um heutige Sehgewohnheiten macht. Das erfordert nicht nur wegen seiner Überlänge auch ein erhebliches Maß an Geduld und Aufgeschlossenheit einer fremdartig anmutenden Erzählweise gegenüber. Fernab eines emanzipierten Rollenbilds widmet sich Takahata ganz historischem Sozialverhalten und -verhältnissen. Er kitzelt nicht das Drama, sondern das ruhig erzählte Poem für ein erwachsenes Publikum daraus hervor. tk.
Hersteller: Universum Film, Neumarkter Str. 28, München, 81673, info@universumfilm.de
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