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Beschreibung
Religionen stellen sich heute als friedliebend dar. Eine genaue Betrachtung hingegen zeigt, dass sie aus inneren Gründen nicht friedfertig sind; vielmehr musste ihnen Friedfertigkeit erst aufgedrängt werden. Hartmut Zinsers scharfsinnige Untersuchung führt eindringlich vor Augen, wie selbst Religionen, die Gewaltlosigkeit lehren, Krieg – zum Teil auf krummen Wegen – immer wieder gerechtfertigt haben. Dabei schreibt das Buch keine weitere Geschichte der Religionskriege, was immer dann nahe liegt, wenn Kriege als »Ketzerkriege«, »Missionskriege« oder »heilige Kriege« klassifiziert werden. Zinser richtet sein Interesse auf eine viel grundlegendere Fragestellung: nämlich auf das »Kriegspotential der Religionen«; ob Religionen nicht selbst ständig Gewalt hervorbringen und wenn ja, wie diese Mechanismen entstehen und funktionieren. Da es ohne einen Frieden der Religionen kaum Aussicht auf das geben wird, was Kant vor Augen stand, als er vom ›ewigen Frieden‹ sprach, muss von ihren Amtsträgern und Anhängern gefordert werden, dass sie selbstkritisch ihre kriegstreibenden Tendenzen bedenken und eindeutig alle Kriege abweisen und dies auch gegen Positionen und Gruppen innerhalb ihrer eigenen Reihen vertreten. Erst dann könnten Religionen zu friedensstiftenden Instanzen werden.
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
26.01.2015
Sprache
Deutsch
EAN
9783770558339
Herausgeber
Brill | Fink
Sonderedition
Nein
Autor
Hartmut Zinser
Seitenanzahl
200
Auflage
1
Einbandart
Broschiert
Autorenporträt
Hartmut Zinser ist Professor em. für Religionswissenschaft an der FU Berlin.
Schlagwörter
Religion, Krieg, Zinser, bellum sanctum, Gewalt, Kriegsregulierung, Kriegsregulierungen in den Religionen
Thema-Inhalt
QRAM2 - Religion und Politik GTU - Friedens- und Konfliktforschung JPV - Politische Kontrolle, Propaganda und Freiheitsrechte NHTB - Sozial- und Kulturgeschichte
Höhe
214 mm
Breite
13.4 cm

Hersteller: Brill Deutschland GmbH, Wollmarktstr. 115, Paderborn, Deutschland, 33098, productsafety@degruyterbrill.com

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