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★★★★★
☆☆☆☆☆
Topp
Claudia Z. - Bewertet am 02.11.2023
Zustand: Sehr gut
Alles bestens gelaufen, topp Qualität!
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★★★★★
☆☆☆☆☆
Naja
Melanie W. - Bewertet am 21.05.2018
Zustand: Gut
Ich konnte mich nicht so in den Protagonisten hineinversetzten, er war mir nicht so sympathisch. Deshalb las sich dieses Buch nicht so schnell und gut wie andere von Tommy Jaud, wie zum Beispiel Hummeldumm. Auch die Witze / Humor...naja...ich kann es leider nicht empfehlen.
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(2)
★★★★★
☆☆☆☆☆
Witzige Inszinierung
anonym - Bewertet am 25.08.2016
Zustand: Gut
Witzige Darstellung sein "Muss-Monster" zu besiegen und warum man besser dran ist auch mal faul zu sein!
Sehr amüsant!
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★★★★★
☆☆☆☆☆
Satire auf das maßlose Müssen der Menschen
kathiduck - Bewertet am 17.11.2015
Zustand: Exzellent
Immer mehr Menschen leiden an Burnout, doch keiner weiß wirklich, woher diese psychische Krankheit kommt. Keiner? Doch! Der US-Bestseller-Autor Sean Brummel alias Tommy Jaud hat den Ursprung dafür in mangelnder Faulheit und dem maßlosen Müssen der Menschen gefunden. Nach seinem extra dafür… entwickelten Motto ESMI, kurz für "Einen Scheiß muss ich!", beseitigt er all seine Probleme, wie etwa die nervige Ehefrau und den langweiligen Job, und fängt an, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Da ihm diese Weisheit sehr geholfen hat, ein glücklicher Mensch zu werden, schreibt er dieses Buch als Manifest gegen das schlechte Gewissen, um die ganze Menschheit davon zu überzeugen, dass sie nicht jede Diät oder neue Sportart mitmachen müssen, um den perfekten Körper zu erlangen, oder dass sie auf den Alkoholkonsum verzichten müssen, weil er angeblich Gehirnzellen abtötet und dem menschlichen Körper schadet, um ein perfektes Leben zu führen. Sean Brummels Buch ist kein Plädoyer für wurstigen Egoismus, sondern ein urkomischer Befreiungsschlag gegen Leistungswahn, Bevormundung und Gemüseterrorismus.
"Einen Scheiß muss ich" ist das erste Buch des Comedy-Experten Tommy Jaud, das ich jemals gelesen habe, weshalb ich mit Vorsicht an das Buch herangegangen bin, weil so eine Art von Roman schnell ins Eigenartige umschwenken kann. Doch entgegen meiner Erwartung hat mich Tommy Jauds aktuelles Werk überzeugt und bekommt daher vier Sterne von mir. Alleine Jauds Motivation, diesen Roman zu schreiben, finde ich super: Fasziniert von amerikanischen Ratgeber-büchern und schwer irritiert vom wachsenden Trend des maßlosen Müssens hat er sich dazu entschieden, selbst einen solchen Ratgeber zu schreiben. Es stellte sich ihm lediglich das Problem in den Weg, dass er kein Amerikaner ist, weshalb er einfach einen erfand: Den guten Sean Brummel. Mit diesem Paradebeispiel eines amerikanischen Mannes hat er eine sympathische Figur geschaffen, die obendrein so schamlos gegen alle Regeln des gesunden Menschenverstandes handelt, dass es schon wieder lustig ist. Wo wir auch schon bei der grundlegenden Thematik dieses Buches angekommen wären: Dem maßlosen Müssen der Menschheit. Tommy Jaud nimmt mit seinem Werk die menschliche Spezies und insbesondere deren obskure Verhaltensweisen auf den Arm, wobei hinter seiner Komik und der vor Ironie überschäumenden Kritik stets ein ernstzunehmender Funken Wahrheit steckt, den man nicht außer Acht lassen sollte. Deshalb ist dieses Buch nicht nur eine Satire, sondern es soll den Leser darauf aufmerksam machen, wie schlecht es eigentlich ist, immer unter dem Zwang zu stehen etwas zu müssen. Warum kann man nicht einfach mal die Füße hochlegen und ein Buch lesen, anstatt den Haufen an Wäsche zu bügeln, gemäß Sean Brummel treffenden Mottos ESMI. Einen Scheiß muss ich! Mir persönlich war das Buch an manchen Stellen zu abgedreht, was aber wahrscheinlich daran liegt, dass Bücher dieser Art nicht unbedingt zu meinen Lieblingsgenres gehören. Super fand ich aber die bunten Illustrationen, welche das ohnehin schon durch den lockeren Schreibstil gegebene Lesevergnügen nochmal gesteigert haben. Am längsten ist mir folgender Nachrichtendialog - man sollte vielleicht dazusagen, dass Sean (S) leicht alkoholisiert war, als er dies an seine Freundin Karin (K) schrieb - im Gedächtnis geblieben, die ich einfach zum Brüllen komisch fand: "KAren, ich weiss is sauspät, aber Du bistz so süss und ich muss dich sehen!!!" (S) - "Ich lieg neben Dir Sean!" (K) - "Wo? Da gehts szeil runter!!!" (S) - "Andere Seite!!!" (K). Insgesamt kann ich dieses Manifest gegen das schlechte Gewissen auf jeden Fall empfehlen, doch man sollte nicht alles zu ernst nehmen und vor allem nicht empfindlich sein, ansonsten wird einem dieses Buch mit Sicherheit nicht gefallen.
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★★★★★
☆☆☆☆☆
Ich MUSS mehr Spaß im Leben haben! Mit diesem Buch auf jeden Fall.
Michéle - Bewertet am 17.11.2015
Zustand: Exzellent
Immer mehr Menschen leiden unter endlosem Müssen. Aber müssen wir wirklich immer alles tun, was man allgemein als gut und gesund betrachtet?
Einen Scheiß müssen wir!
Tommy Jaud greift in diesem Buch seine Faszination für amerikanische Ratgeber-Büchern auf und verbindet sie mit dem schwer… irritierenden Trend des immer-mehr-Müssens.
Da Jaud kein Amerikaner ist, hat er einfach Sean Brummel erfunden und lässt dessen fiktiven Bestseller ›Do Whatever the Fuck You Want‹ jetzt auf Deutsch erscheinen.
Es handelt sich also nicht um einen Roman, wie Jauds bisherige Bücher.
Brummel/Jaud behandelt Themen wie Ernährung, Sport oder auch Gesellschaft und Familie mit einer ordentlichen Portion Humor und Sarkasmus.
Besonders gut gefallen hat mir, dass alle "Anti"-Ratschläge auch mit klinischen Studien oder Aussagen von anerkannten Forschern untermauern wurden.
Aber auch ohne diese Basis aus seriösen Fakten wird jeder Leser merken, dass Brummel/Jaud im Grunde Recht mit seinen Aussagen hat und wir zu oft glauben etwas zu müssen.
Was einigen Lesern vielleicht missfallen wird, ist die Tatsache, dass Jaud/Brummel sich auch einiger weniger Hitler-Vergleiche bedient. Frei nach dem Klischee, dass Amerikaner jeden Deutschen für einen Nazi halten, bemüht der deutschstämmige Amerikaner Brummel Hitler als durchweg schlechtes Beispiel für die Muss-Gesellschaft. Diese Vergleiche sind aber eher die Ausnahme und sollten nicht zu ernst genommen werden. Es mag zwar befremdlich klingen, aber sie sind sogar witzig.
Muss man dieses Buch lesen? Muss es einem gefallen und muss man Spaß daran haben?
Einen Scheiß müssen wir!
Aber für Fans von Tommy Jaud und für Leser, die sich und die Welt nicht immer all zu ernst nehmen ist dieses Buch wirklich empfehlenswert. Es ist ein augenzwinkernder, sarkastischer Kommentar auf die Leistungsgesellschaft und den Zwang immer mit der Strömung zu schwimmen.
Es regt zum Nachdenken an und macht wirklich Spaß.
Genau wie bei einem richtigen Ratgeber-Buch gibt es stärkere und schwächere Abschnitte, aber insgesamt fand ich es wirklich gut umgesetzt.