… Philemon Bau: Philemon Bau ist das Pseudonym eines Psychiaters, der in seinem Leben eine kopernikanische Wende durchlaufen musste, die seiner Generation noch bevorsteht: Aufgewachsen im behavioristisch-egalitären Glauben (alle Menschen kommen mehr oder weniger gleich als unbeschriebene weiße Blätter auf die Welt), indoktriniert von der Psychoanalyse musste er spät lernen, dass dem nicht so ist. Autofiktional ziseliert er die epochalen Irrtümer, die ihn auf einer ganz harten Tour aus der bitteren Nachkriegsarmut eines kleinen Dorfes im deutschen Herzland bis ans andere Ende der Welt in märchenhaften Reichtum führten. Sozialdemokratische Aufstiegsversprechen und grenzenlose Migration verwunden ihn schwer. Am Ende muss er einsehen: Kinder werden selten glücklicher als ihre Eltern. Da der Roman im Kollagestil verfasst ist, kann jedes Kapitel auch einzeln konsumiert werden.
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