Es gibt unzählige Bücher, die speziell für Kinder und Jugendliche geschrieben wurden. Doch trotz aller Unterschiede weisen die meisten auch einige Gemeinsamkeiten auf.
1. Altersgerechte Sprache: Kinder- und Jugendbücher verwenden eine Sprache, die dem Alter der Leser:innen angepasst ist. Die Sätze sind einfach aufgebaut, die Wörter sind nicht kompliziert. So erfassen Kinder den Inhalt leichter und entwickeln Spaß am Lesen.
2. Orte und Themen aus der Lebenswelt junger Menschen: Viele Kinder- und Jugendbücher spielen in einer Schule – also an einem Ort, den die Leserschaft sehr gut kennt. Selbst wenn es sich um Fantasy-Romane wie die Harry-Potter-Bücher oder „Die Schule der magischen Tiere“ handelt, besteht für die Kinder dadurch ein wichtiger Bezug zu Realität. Gleiches gilt für Themen wie Freundschaften, Familie und erste Beziehungen, um die es in Kinder- und Jugendbüchern oft geht.
3. Klare Identifikationsfiguren: Bei den Hauptfiguren von Kinder- und Jugendbüchern handelt es sich selbst um Kinder oder Jugendliche, wodurch sich die Leser:innen gut in sie hineinversetzen können.
4. Einfache oder geradlinige Erzählstruktur: Die Handlung von Kinder- und Jugendbüchern ist üblicherweise klar aufgebaut und leicht zu verfolgen. Das hilft beim Verständnis.
5. Starke Emotionen: Gefühle wie Freude, Angst und Trauer spielen in Kinder- und Jugendbüchern eine wichtige Rolle. Dies sorgt dafür, dass sich die Leser:innen emotional einfühlen können und die Geschichten intensiver wirken.
6. Entwicklungsfördernder Aspekt: Viele Kinder- und Jugendbücher unterstützen die persönliche Entwicklung der Leser:innen. Sie lernen zum Beispiel, worauf es bei einer Freundschaft ankommt, und dass es wichtig ist, mutig zu sein.
7. Häufig Bebilderung: Vor allem Kinderbücher enthalten viele Illustrationen, die die Geschichte begleiten und die Handlung verständlicher machen. Außerdem gestalten sie das Lesen abwechslungsreicher. Nicht selten sind die Bilder kleine Meisterwerke, und Kinder erfreuen sich einfach nur daran, durch das Buch zu blättern und die Illustrationen zu bewundern.
8. Mischung aus Unterhaltung und Lernen: Kinder- und Jugendbücher sollen nicht nur Spaß machen, sondern oft auch Wissen und Werte vermitteln. Dies passiert dezent, damit das Kind nicht das Gefühl hat, im Unterricht zu sitzen oder belehrt zu werden.
9. Vielfalt an Genres: Kinder- und Jugendbücher sind in verschiedenen Genres zuhause. Unter anderem gibt es Fantasy, Krimi, Abenteuer und Science-Fiction für junge Leser. Meist werden mehrere Genres verknüpft, um für noch mehr Abwechslung zu sorgen. Im Trend ist beispielsweise Romantasy, also die Verbindung von Romance und Fantasy.
10. Meist mehrere Fortsetzungen: Aus vielen erfolgreichen Kinder- und Jugendbüchern haben sich ganze Reihen entwickelt. Dadurch können treue Leser:innen das Schicksal von Figuren, die sie liebgewonnen haben, über mehrere Bücher verfolgen.
11. Relevant für die Popkultur: Viele Charaktere aus Kinder- und Jugendbüchern haben Einzug in die Popkultur gehalten. Das haben sie meist auch Verfilmungen zu verdanken, die auf Basis der Bücher entstanden sind. Die besten Beispiele sind die Harry-Potter- und die „Tribute von Panem“-Reihe.