Serien sind eine besondere Erzählform, die sich unter anderem vom Film unterscheidet. Dafür sorgen einige charakteristische Eigenschaften.
1. Viele unterschiedliche Genres: Es gibt Serien in jedem erdenklichen Genre. Ob Comedy, Drama, Romance, Krimi, Thriller oder Horror: Jeder Fan findet Produktionen, die seinen Geschmack treffen. Zudem kombinieren viele Serien verschiedene Genres – beispielsweise Comedy und Fantasy oder Science-Fiction und Thriller.
2. Einteilung in Episoden und Staffeln: Serien sind in Folgen unterteilt, die wiederum Staffeln angehören. Du kannst somit selbst entscheiden, wie lange du schauen möchtest. Hast du nur Zeit und Lust für eine Episode, oder möchtest du das Wochenende nutzen, um eine ganze Staffel durchzuschauen?
3. Lange Laufzeit: Im Vergleich zu Filmen haben Serien viel mehr Zeit, um Geschichten zu erzählen, verschiedene Handlungen parallel laufen zu lassen und Charaktere zu entwickeln.
4. Übergreifende Handlung: Viele Serien haben eine Story, die sich über mehrere Episoden oder sogar ganze Staffel entwickeln. Sie verbinden einzelne Folgen miteinander und fordern beim Schauen deine ganze Aufmerksamkeit.
5. Separate Handlungsbögen pro Episode: Zusätzlich zur Gesamt-Story gibt es in vielen Serien kürzere Handlungsstränge, die innerhalb einer Folge abgehandelt werden. Dieses Prinzip ist als „Fall der Woche“ bekannt, weil beispielsweise eine Polizeieinheit in jeder Episode einen Kriminalfall löst. Auch in Comedy-Serien ist dieses Prinzip weit verbreitet. Das macht es dir leicht, beliebige Folgen zu schauen, ohne viel über die fortlaufende Handlung wissen zu müssen.
6. Spannende Cliffhanger: Vor allem Episoden in Drama-, Krimi- und Thriller-Serien enden oft an Handlungspunkten, bei denen du dich fragst, wie es wohl weitergeht. Zum Beispiel wird eine Figur bedroht oder gerät anderweitig in eine brenzlige Situation. Ein solcher Cliffhanger bringt dich dazu, sofort die nächste Folge zu schauen, um die Auflösung zu erfahren.
7. Charakterentwicklung über Zeit: Figuren verändern sich im Laufe einer Serie nicht nur sichtbar, sondern machen auch eine charakterliche Entwicklung durch. Sie lernen dazu, entwickeln Beziehungen oder verändern aufgrund bestimmter Ereignisse ihre Persönlichkeit. Talentierte Serienmacher:innen gestalten diese Entwicklung besonders glaubwürdig.
8. Wiederkehrende Motive und Running Gags: Die Macher:innen vieler Serien machen sich einen Spaß daraus, immer wieder auf bestimmte Themen zurückzukommen oder Witze aufzugreifen. Du kannst dich als wahrer Fan fühlen, wenn du sie erkennst. Nicht nur Comedy-Serien nutzen dieses Element der Wiederholung, sondern auch Produktionen aus anderen Genres.
9. Bekannte Schauspieler:innen: Vor einiger Zeit wollten etablierte Schauspieler:innen nur in Filmen und keinesfalls in Serien mitspielen. Dies hat sich grundlegend geändert. Heutzutage sind bekannte Schauspieler:innen wie Meryl Streep, Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger und Christoph Waltz sehr interessiert daran, in Serien mitzuwirken. Gleichzeitig können reine Serienschauspieler:innen ihrerseits populär und Filmstars werden.
10. Relevant für die Popkultur: Erfolgreiche Serien prägen Trends, Sprache, Mode und andere kulturelle Aspekte und werden damit Teil der Popkultur. Bestimmt fallen dir auf Anhieb einige Zitate aus deiner Lieblingsserie ein.
11. Spin-offs und Erweiterungen: Viele beliebte Serien bekommen Ableger, die die Geschichte bestimmter Charaktere weiterführen. So geschah es etwa mit dem windigen Anwalt Saul Goodman aus „Breaking Bad“, dessen Entwicklung in „Better Call Saul“ erzählt wird.