Wenn wir “Recycling” hören, denken wir an Nachhaltigkeit und Müllvermeidung. Leider liegen wir damit aber nicht ganz richtig. Denn: Recycling ist eng mit einer linearen Wirtschaft verbunden und hat mit einem Kreislauf weniger zu tun als uns lieb ist.
Die Linearwirtschaft bezeichnet das in unserer Gesellschaft vorherrschende Wirtschaftsmodell. Das Leben von Konsumgütern verläuft dabei geradlinig (bzw. linear): Produkte werden klassischerweise neu produziert, gekauft, genutzt und schließlich weggeworfen oder (teilweise) recycelt.
Die Linearwirtschaft steht für übermäßigen Konsum und Kurzlebigkeit statt bewusstes Kaufverhalten, langwährende Güter und Nachhaltigkeit. Im Rahmen dessen spricht man auch von der sogenannten “Wegwerfgesellschaft”.
Produzent:innen geht es insbesondere darum, möglichst viel zu verkaufen – gerne auf Kosten von Produktqualität und Umwelt. Der dabei entstehende Abfall, bzw. was nach dem Gang über das Kassenband mit dem Produkt passiert, entzieht sich dem Interesse der Erzeugenden hingegen gerne.

