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★★★★★
☆☆☆☆☆
Sommerlektüre
Hannah S. - Bewertet am 22.09.2022
Zustand: Sehr gut
Maserati führt kein einfaches Leben. Sie arbeitet fast den ganzen Tag im Restaurant ihrer Großmutter und versucht dabei ihrer Vergangenheit aus dem Weg zu gehen. Doch als eine neue Familie zuzieht, verändert sich das Leben von Maserati gewaltig. Sie wird mit ihren Problemen konfrontiert, doch… Maserati ist nicht die einzige.
Generell hat mir das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil war sehr klar und man muss öfter zwischen den Zeilen lesen. Noch dazu hat Alina Bronsky ihren ganz eigenen Humor, der gut rübergebracht wird.
Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, besonderes der Komplexe Charakter von Maserati. Bei ihr versteht man zwar nicht direkt alles, doch im laufe der Geschichte fiebert man mit ihr mit.
Zum Schluss kann ich das Buch empfehlen. Es ist eine sehr schöne Sommerlektüre, welche sich vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene eignet. Für mich hätte das Buch etwas länger sein können, so hätte man manche Situationen besser verstanden. Ingesamt ein sehr gelungenes Buch.
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☆☆☆☆☆
Unerwartetes Highlight!
Lea R. - Bewertet am 06.06.2022
Zustand: Exzellent
Von Alina Bronsky habe ich vor schon echt einigen Jahren das letzte Buch gelesen. Ich glaube, damals konnte die Autorin mich nicht so richtig überzeugen aber jetzt denke ich, dass ich damals vielleicht einfach noch zu jung war. Denn "Schallplattensommer" hat mich komplett in seinen Bann gezogen und… ich hätte nie gedacht, dass in einem so kurzen Buch mit knapp 200 Seiten so viele Emotionen, Geschichten, Schicksalsschläge und so viel Leben steckt. Die Protagonistin Maserati fand ich großartig skizziert, ein junges Mädchen, auf deren Schultern die Last der Welt liegt und die sich mit so vielen Dingen herumschlagen muss und musste, die aber doch eigentlich ganz andere Dinge im Kopf haben sollte. Man konnte sich als Leser wahnsinnig gut in Maserati hineinversetzen, denn auch wenn die meisten von uns in diesem Alter wohl keine derartigen Lasten mit sich tragen mussten, so kennt doch jeder das Gefühl wenn einem alles zu viel wird und die Zeit für sich selbst auf der Strecke bleibt. Und viele kennen es sicherlich auch, wenn dieser Zustand zum Dauerzustand wird. Maserati wurde dadurch, obwohl sie für die anderen Charaktere im Buch vermutlich nicht ganz so leicht zu durchschauen war, total nahbar. Ich konnte mich total gut in sie hineinversetzen und ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehen.
Auch die anderen Charaktere waren sehr ausdrucksstark und echt, nichts wurde geschönt und romantisiert, sondern einfach ein echtea Leben mit echten Menschen skizziert.
Die Handlung an sich fand ich auch total spannend und vielschichtiger, als ich es erwartet hätte. Vieles wird nur angedeutet oder ganz offen gelassen, aber das ist auch genau der Reiz an dem tollen Schreibstil der Autorin, der so viel Raum für die eigene Fantasie lässt, aber einem dennoch nicht das Gefühl gibt, zu wenige Informationen zu erhalten. Gleichzeitig fand ich die Handlung total unvorhersehbar und überraschend, was mir gut gefallen hat.
Cover und Titel finde ich total stimmig zum Inhalt und auch zu den anderen Büchern der Autorin, bei denen die Cover ja auch immer etwas "anders" sind und sich von der breiten Masse absetzen. Selbiges kann man wohl auch zum Inhalt sagen.
Für mich war "Schallplattensommer" ein total unerwartetes Highlight und ich werde Alina Bronsky in Zukunft definitv genauer im Blick behalten!
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☆☆☆☆☆
Ohne Seele
Natalie B. - Bewertet am 04.05.2022
Zustand: Exzellent
Maserati hat nicht nur einen ungewöhnlichen Namen, sie ist im näheren Umkreis ihres Dorfes auch das einzige Mädchen. Blicke ist sie daher gewohnt. Dann zieht in die verfallene Villa eine neue Familie mit zwei Jungen ein, die Maserati neugierige Fragen stellen. Es beginnt ein Sommer voller… Geheimnisse und einer besonderen Schallplatte mit Maseratis Gesicht darauf.
Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, was ich von diesem Buch erwartet habe. Vielleicht eine sommerliche Geschichte mit interessanten Charakteren und einem spannendem Geheimnis. Vor allem wollte ich auch mal ein Buch der Autorin lesen, von der man so viel hört. Bekommen habe ich eine Geschichte, die irgendwie hohl wirkt.
Das Buch ist recht kurz, daher wird die Handlung schnell voran getrieben, nur … es gibt keine wirkliche Handlung. Theo und Caspar kommen in das Dorf und Maserati verbringt Zeit mal mit dem einem, mal mit dem anderem, mal mit beiden. Dabei werden nebenher Geheimnisse der Charaktere gelüftet, aber alles bleibt ohne Substanz.
Der Schreibstil ist locker und prägnant, man kommt gut durch die Seiten, doch Gefühle weckt er nicht. Die Protagonisten bleiben einem fremd, ich kann nicht mit ihnen mitfühlen. Sie sind nicht einmal unsympathisch, sondern einfach nichtssagend. Dadurch erzeugen auch die Beziehungen der Personen untereinander keine Emotionen.
In der kurzen Zeit werden relativ viele Themen aufgegriffen, kurz eingeworfen und dann wieder fallen gelassen. Mit dem psychischen Problem eines Charakters wurde, wie ich finde, sehr unsensibel umgegangen. Nein, das war nichts. Die Geschichte war merkwürdig, fühlte sich leer und unnahbar an. Zwei Sterne für den Schreibstil und durch die Kürze habe ich mich zumindest nicht allzu sehr geärgert.
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☆☆☆☆☆
Berührende Coming of Age-Geschichte
Michaela R. - Bewertet am 09.04.2022
Zustand: Exzellent
Die knapp 17jährige Maserati lebt zurückgezogen mit ihrer verwirrten Großmutter irgendwo in der (vermutlich) Brandenburger Pampa. Dort bewirtschaften beide die Dorfkneipe. Statt die Schule zu besuchen, hat Maserati den Großteil der Bewirtschaftung und der Verantwortung übernommen, immer auf der Hut… vor und einem Auge auf der Oma, die möglichst in ihren vertrauten Bahnen gehalten werden muss. Bis eines Tages eine alte Villa am anderen Endes des Dorfes gekauft, renoviert und bezogen wird.
Dort ziehen Caspar und Theo ein, zwei Jungs in Maseratis Alter und neugieriger auf Maserati, als es ihr lieb ist. Nach und nach, Schicht um Schicht, werden jeweils die Geschichten der Vergangenheit offengelegt und es scheint als können alle drei die Beschädigungen ihres noch jungen Lebens gemeinsam irgendwie bewältigen, um nach vorn schauen zu können.
Als absoluter Fan von Alina Bronsky bin ich auch von diesem Buch wieder sehr begeistert Ihre Fähigkeit sich in die Gefühls- und Gedankenwelt Heranwachsender hinein zu versetzen, beeindruckt mich immer wieder aufs Neue. Die Figuren wirken gerade auch durch ihre Widersprüchlichkeit glaubhaft und authentisch, Ton und Sprache sind auf den Punkt getroffen. Irgendwie ist das Buch für mich durchwirkt von einer Stimmung von Mitgefühl, öfter hatte das Muttertier in mir😊 den Wunsch, die Figuren einfach mal in den Arm nehmen zu wollen.
Bin sehr gespannt, wie meine 12jährige Tochter die Geschichte lesen und wie sie ihr gefallen wird. „Scherbenpark“ fand sie damals toll.
Ein wunderbar einfühlsamer Coming-of-Age-Roman über drei Jugendliche, bei denen das Leben bereits die ersten tiefen Wunden hinterlassen hat. Und die sich gegenseitig ein Stück auf dem Weg ins Leben begleiten und stützen.