Aus 4 Bewertungen zu Die Crew: Die Rückkehr zum 9. Planeten
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Lost in Space
Helena H. - Bewertet am 13.12.2022
Zustand: Exzellent
Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch „Die Crew – Die Rückkehr zum 9. Planeten“ von Andreas Ulich, weil ich ein großer Fan von Abenteuerspielbüchern und des Spiels „Die Crew“ bin. Man bekommt zwei Bücher, die die Raummission aus der Sicht von erstem und zweiten Kommandierenden erzählen, und kann… entweder mit einem alleine spielen oder eines an eine/n MitspielerIn weitergeben, diese Idee fand ich spannend.
Leider wurden meine Erwartungen ziemlich enttäuscht. Das bezog sich vor allem auf den Interaktivitätsaspekt. Im Grunde handelt es sich um eine lineare Geschichte, innerhalb derer man an einigen Stellen kurz die Wahl zwischen zwei Optionen hat, aber kurz darauf geht die Geschichte wieder gleich weiter, egal, wie man sich entschieden hat. Klar führen manche Optionen in eine „Sackgasse“ und die Raummission ist beendet, aber man kann bei der „Fehlentscheidung“ wieder einsteigen und weiß dann schon, dass es auf dem anderen Weg weitergehen muss. Zum zweiten funktioniert die Umsetzung als Zwei-Spieler-Leseerlebnis für mich überhaupt nicht. Die Passagen sind oft mit Datum und Uhrzeit gekennzeichnet und schon dabei haben wir oft gestockt, weil wir die richtige Reihenfolge nachschauen mussten, und mit Angaben wie „10 Minuten später“ wird es noch verwirrender. Laut Anleitung sind Textteile so markiert, dass man im Zwei-Spieler-Modus doppelte Passagen überspringen kann – trotzdem haben wir (unter Beachtung der Markierung natürlich) ständig Teile der Geschichte nacheinander aus beiden Perspektiven vorgelesen, was ziemlich langweilig war, wir wussten aber auch nicht, welche Passagen wir überspringen können, ohne dass uns dann Wissen fehlt. Gut war, dass immer deutlich war, zu welchem Teil man als nächstes blättern soll. Hierbei war allerdings störend, dass diese Weiterleitungen oft unnötig waren: Wenn die Geschichte gerade sowieso linear weitergeht, grade nur einer der Kommandanten erzählt und man keine Entscheidungen trifft, nach denen sich verändert, wo man weiterliest, dann ist es überflüssig, dass man mehrmals zu einem anderen Textabschnitt weitergeleitet wird, der Text könnte auch einfach bis zur nächsten Entscheidung weitergehen.
Zum Inhalt: Die Raummission wird recht überzeugend realistisch beschrieben, vom Aufbau der Station über den Alltag bis zu den zwischenmenschlichen Dynamiken. Das fand ich an sich positiv und interessant zu lesen. Wenn man sich auf das realistische Setting einstellt, passt es leider so gar nicht, irgendwelche spontanen oder gewagten Entscheidungen zu treffen – so eignet sich das Thema wohl einfach nicht als Abenteuerspielbuch. Dazu kommt, dass die Raumreise sich über mehrere Jahre hinzieht. Dadurch kommt keine so rechte Spannung auf. Die Crewmitglieder werden anfangs charakterisiert und sind in ihren Eigenheiten sehr unterschiedlich und konfliktträchtig - bei solchen Projekten in der Realität wird eigentlich auch sehr auf die Umgänglichkeit der Teilnehmenden geachtet. Einerseits darf das bei einem Jugendbuch und im Dienste der Geschichte auch mal zurückstehen, andererseits passt das nicht recht zu der sonst realistischen Beschreibung.
Insgesamt fand ich also leider die tollen Ideen des Buchs nicht gut umgesetzt und die Geschichte konnte mich auch nicht so recht überzeugen.
Disclaimer: Ich habe das Buch als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Dies beeinflusst meine Rezension nicht.
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Zeitverschwendung
Julian B. - Bewertet am 12.12.2022
Zustand: Exzellent
Mit Freunden habe ich das Kartenspiel "Die Crew" mehr als nur einmal gespielt. Nun habe ich mich gefreut nochmals mit diesem Buch zum 9. Planeten zurück zu kehren.
Das Konzept der Kooperation ist wie beim Spiel auch hier gegeben. Zwei Personen lesen abwechselnd Textpassagen (dabei hat jeder sein… eigenes Buch) und entscheiden gemeinsam wohin die Reise geht.
Zu Beginn gibt es eine kleine Vorstellung der einzelnen Crewmitglieder. Man merkt, dass sich der Autor bei den Charakteren Gedanken gemacht hat. Diese sind sehr unterschiedlich und mit verschiedenen Stärken und Schwächen ausgekleidet.
Die etwas längere Einführung der Handlung hat mir jedoch sogleich den Spaß beim Lesen verdorben. Dies lag einzig und allein an den vielen Wiederholungen. Die Handlung wird nämlich aus Sicht von zwei Crewmitglieder erzählt. Es wäre besser gewesen, sich bei jedem Ereignis auf einen Charakter zu beschränken.
Ich habe das Buch aus dem vorgenannten Grund zurück in den Schrank gestellt. Ich fand es leider sehr enttäuschend.
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Eher enttäuschend
Miriam B. - Bewertet am 15.11.2022
Zustand: Exzellent
Das Buch "Die Crew - Rückkehr zum 9. Planeten" von Andreas Ulich habe ich gemeinsam mit meinen Mann ausprobiert.
Das Konzept, gemeinsam auf eine Mission zum 9. Planeten zu reisen und dabei Entscheidungen zu treffen, finde ich grundsätzlich super.
Allerdings ist hierbei die Umsetzung eher etwas… misslungen. Zum einen gibt es beim Prolog sehr viele Wiederholungen, weil die selben Ereignisse einfach aus zwei Perspektiven beschrieben werden. Dies bläst den Text eher künstlich auf und macht das Lesen anstrengend und ermüdend.
Zum anderen liest sich das Buch eher wie ein Tagebuch-Eintrag und nicht wie ein Abenteuer -Buch. Es wirkt als würde die Handlung nacherzählt. Mir persönlich fehlt der Spannungsbogen. Beim Lesen bin ich nicht richtig in die Geschichte reingekommen.
Positiv zu erwähnen ist, dass manchmal Witze auf Kosten der einzelnen Crewmitglieder gemacht werden. Das lockert das Ganze ein wenig auf.
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☆☆☆☆☆
Der Weltraum. Unendliche Weiten...
Marion Z. - Bewertet am 13.11.2022
Zustand: Exzellent
Wir befinden uns im Jahr 2059. Die Crew der GALATHEA macht sich auf den gefahrvollen Weg zum 9. Planeten...
In dieser Story startet man als Kommandant/in Cim bzw. Prosper oder mit beiden (wenn man eine Lesepartnerschaft mit wechselseitigem Vorlesen machen möchte) in ein ungewöhnliches… Weltraumabenteuer. Die Möglichkeit, diese Bücher zu zweit zu lesen, fand ich besonders ansprechend und habe sie gerne genutzt. Das genaue Vorgehen wird am Anfang gut verständlich erklärt, so dass man gleich ohne viel Vorbereitung beginnen kann. Die prägnante Vorstellung der einzelnen Crew-Mitglieder mit ihren Stärken oder Schwächen ist ebenso hilfreich, wenn man zwischendurch kurz nachschauen möchte, welche Eigenschaften der- oder diejenige hat. Das ist für manche Entscheidungen wichtig und man muss als Kommandant/in schließlich über seine Crew informiert sein.
Es ist schon etwas gewöhnungsbedürftig andauernd zu blättern und manchmal gerät man auch in eine Schleife und liest einige Passagen mehrmals. Das hat mir nicht so gefallen. Allerdings war es auch wieder schön, dass man bei einem vorzeitigen Ende der Mission wieder an eine passende Stelle geführt wurde, um sich anders zu entscheiden. So hatte ich nicht das Gefühl, etwas von der Handlung zu verpassen. Die verlief am Anfang etwas langweilig, steigerte sich aber kontinuierlich bis hin zum erfolgreichen Ende. Der Witz, des in Tagebuchform geschriebenen Textes kommt auch nicht zu kurz und ich habe mich oft über den frechen Schreibstil amüsiert.
Wenn man eine Lesepause braucht, sollte man sich aufschreiben, bei welcher Nummer man weiterlesen muss. Ich war einmal nicht mehr sicher, wo es weitergeht. Ein eingelegtes Lesezeichen reicht da nicht!
Ich fand die Idee hinter den beiden Büchern und ihre Umsetzung sehr gelungen, aber ich hatte mir vorgestellt, dass man auch ein wenig knobeln oder Rätsel lösen muss, statt sich "nur" für einen Weg zu entscheiden. Das hat mir ein wenig gefehlt, aber vielleicht hatte ich auch die falschen Erwartungen, weil ich das Rätseln von den Exit bzw. Escape Büchern gewohnt bin, die ich schon gelesen habe.
Insgesamt lohnt sich diese Lektüre aber gerade im Hinblick auf die 2 Perspektiven und die Lesepartnerschaft. Das hat richtig viel Spaß gemacht!