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Werkauswahl Gerhard Branstner in 10 Bänden / Wie Fritz den Teufel erschlug. Kleine Anekdotenbibliothek

Gerhard Branstner (Unbekannter Einband, Deutsch)

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Beschreibung
Die Anekdote hat es, wie du, lieber Leser, gleich merken wirst, in sich, denn sie hat mehr als alle anderen Literaturformen hinter sich: Mehr als zweitausend Jahre und den ganzen Erdball. Sie reicht von Japan bis an den oberen Nil, von Südfrankreich bis zu den Indianern Nordamerikas, von den Eskimo bis zu den Pygmäen. Weltreisende, die sich bei den Naturvölkern aufgehalten haben, berichten von dem unbändigen Gelächter, das in der Anekdoten zum Besten gebenden abendlichen Runde zu erleben war. Eines ist unbestritten: Die Anekdote hat drei wunderbare Eigenschaften. Das sind die Weisheit, die Heiterkeit und die Geselligkeit. Darin kommt ihr keine andere Kunst gleich. Was Wunder, daß ihr meine große Liebe gehört. Da ich dem Publikum Gelegenheit geben wollte, eine innige Neigung für diese Kunstform zu gewinnen, habe ich vier der wichtigsten Anekdotenformen produziert. Die erste ist die Anekdote, die ich in der orientalischen Manier geschrieben habe. Die orientalische Anekdote hat ihren eigenen Reiz. Sie ist von sinnlicher Sprache, hat eine gut gebaute Geschichte und eine witzige Pointe. Wobei der Witz oft eine demokratische Eigenschaft besitzt: Der arme Schlucker offeriert dem Herrscher einen verblüffenden Spaß, wofür der ihm die Strafe erläßt. Das mag in der Wirklichkeit seltener vorkommen als in der Anekdote, immerhin wird es durch sie dem armen Schlucker wohler. Die orientalische Anekdote verdankt ihren Reichtum und ihre Geltung den regen Handelsverbindungen ihrer Zeit und der damit verbundenen Höhe der Kultur. Zugleich gab es aber noch keinen Buchdruck. Also mußte eine literarische Form gefunden werden, die vom Gedächtnis aufbewahrt und mit dem Mund weitergegeben werden konnte. Und da war keine besser als die Anekdote. Das ist nicht das einzige Mal, wo ein eklatanter Mangel, auch wenn er gar nicht empfunden wird, ein exzellentes Produkt hervorbringt. Die Anekdoten in der Art der Kalendergeschichte kann in dieser Weise nur ein Thüringer schreiben, nämlich wenn er in der Rudolstädter Gegend zu Hause ist. Dort werden Anekdoten, oder Schnurren und Schnärzchen, wie sie da heißen, nicht erzählt, sie werden erst einmal vollbracht. Was dem einen in seiner Dussligkeit oder Gutgläubigkeit widerfährt oder dem anderen zum Schabernack mitgespielt wurde, wird des abends in der Kneipe zum besten gegeben, oft noch ausgeschmückt oder schlüssiger gemacht, bis es die gültige, endgültige Form erhalten hat. Wer in dieser thüringischen Tradition großgeworden ist, kann gar nicht anders, als sein Leben lang Schnurren und Schnärzchen vollbringen und erzählen. Die Nepomuks zu schreiben war unvermeidlich. Ihre logische und philosophische Eigenart sind neben meiner sprudelnden Phantasie wesentliche Triebkräfte meiner Produktion. Ich hatte etwa 15 Nepomuks geschrieben, als mir die Geschichten vom Herrn Keuner von Bertolt Brecht begegneten, von deren Existenz ich bis dahin nichts gewußt hatte. Erfreut begrüßte ich einen exzellenten Partner und Konkurrenten. Das ist eine merkwürdige Eigenschaft von mir: ich freue mich, wenn ich nicht allein gut bin. Was die utopische Anekdote betrifft, so ist nur zu sagen, daß sie, um sie zu erfinden, eine souveräne Zukunftsphantasie voraussetzt, um die Dummheiten unserer Gegenwart bloßzustellen. Wenn der Antikommunist Honecker seinem antikommunistischen Busenfreund Breshnew beim Empfang auf dem Flughafen als erstes die Gewehrläufe der Ehrenkompanie unter die Nase hält, wie in "Der ehrenvolle Empfang" veralbert, so waren beide eifrig und erfolgreich mit der Vernichtung des Sozialismus beschäftigt. Der Spaß an der Zukunft ist zugleich der große Spaß über die Gegenwart. Und daß diese voller Bananen mit Reißverschluß ist, läßt sich nicht bestreiten. Und das ist noch eines ihrer harmlosen Übel. Am Ende noch 3 Anmerkungen zur Anekdote. Zum einen ist sie die wanderfreudigste Literaturform. Der Roman, das Theaterstück ist häufig außerhalb ihres Entstehungsortes nur gemindert oder gar nicht genießbar. Anders die Anekdote. Die orientalische beispielsweise bereitet in der ganzen Welt Genuß. Obwohl sie oder weil sie in den unterschiedlichsten Zeiten und Ländern selbständig in fast identischer Form entsteht. Die gleichen gesellschaftlichen Verhältnisse bringen die gleichen Anekdoten hervor, darin ist sie authentischer Ausdruck ihrer Verhältnisse. Zum zweiten hat sie die natürlichste literarisch gehobene Sprache. Sie kann als einziges Genre gleichermaßen hervorragend gelesen und gesprochen werden. Und schließlich ist der hier gegebene Band Anekdoten ein Kompendium von Weisheit, wie es in keinem anderen Buch zu finden ist. Ob Goethes "Faust" oder Tolstois "Krieg und Frieden", Shakespeares "HamIet" oder Thomas Manns "Zauberberg", sie alle und auch alle zusammen kommen dem Anekdotenband an Weisheit nicht mal in etwa nahe. Und diesen Anekdotenband, dieses Büchlein hast Du, lieber Leser, in der Hand. Nutze es. Nicht mit Ehrfurcht, wohl aber mit Vergnügen. Dein Gerhard Branstner
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Technische Daten


Erscheinungsdatum
01.09.2003
Sprache
Deutsch
EAN
9783896264428
Herausgeber
trafo
Serien- oder Bandtitel
Werkauswahl Gerhard Branstner in 10 Bänden
Sonderedition
Nein
Autor
Gerhard Branstner
Seitenanzahl
298
Einbandart
Unbekannter Einband
Lesealter
14-80
Bandzählung
BD 2
Schlagwörter
Anekdoten
Höhe
165 mm
Breite
10 cm

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