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★★★★★
☆☆☆☆☆
Kein Vorzeigebuch in diesem Genre
Natalie B. - Bewertet am 13.12.2022
Zustand: Exzellent
Der unwirtlichste und einsamste Ort der Welt. Die eisigen Weiten der Antarktis. Kate North zögert nicht lange, als sie die Stelle der Ärztin auf einer UN-Forschungsstation angeboten bekommt. Ist es doch die perfekte Möglichkeit Abstand zu den schrecklichen Ereignissen in ihrem Leben zu bekommen.… Doch der Winter in der Antarktis bringt nicht nur Dunkelheit, sondern auch Tod. War der Tod von Kates Vorgänger wirklich nur ein Unfall? Oder lauert in der Forschungsstation ein Mörder?
Ein Thriller mit dem Locked-Room-Prinzip ist keine neue Idee, aber ich fand den Ort – eine antarktische Forschungsstation – und mit Personen aus verschiedenen Ländern sehr interessant. Der Anfang war auch vielversprechend. Kate kommt in der Station an und lernt die anderen Mitglieder kennen. Als Leser bekommt man dadurch ebenfalls eine Einführung in die Begebenheiten der Station und den Abläufen.
Dann geht es eher langsam weiter. Mit abnehmender Sonnenscheindauer kommt es zwischen den Charakteren zu Konflikten. Irgendwann fängt Kate an über den Tod ihres Vorgängers Jean-Luc nachzuforschen. Der eigentliche Mord an einem der Stationsbewohner ereignet sich erst ungefähr zur Hälfte des Buches. Aber auch danach geht es noch nicht wirklich spannend los. Wieder wollen es die meisten als bloßen Unfall abtun.
Erst in den letzten Kapiteln kommt wirklich Fahrt auf. Endlich ist klar, dass es einen Mörder gibt. Der Weg zur Aufklärung und die Aufklärung selbst sind aber so plump ausgearbeitet, dass kaum Spannung aufkommt. Der Spannungsbogen fällt so schnell in sich zusammen, wie er aufgebaut wurde.
Auch die Handlungen um die Morde herum waren eher mäßig. Ich hätte mir mehr Bezug zu den Nationalitäten der Bewohner gewünscht. Abgesehen vom Essensplan und minimalen Schwierigkeiten mit der englischen Sprache, hätten die Charaktere auch aus dem gleichen Land kommen können. Es gab auch kleinere Liebeleien, in die Kate verwickelt war, aber das fand ich eher unnötig.
Ein großer Punkt, der mich gestört hat, war die Tablettenabhängigkeit von Kate. Bevor sie den Job bekommen hat, wurde sie medizinisch komplett durchgecheckt und bei der Behörde ist das niemandem aufgefallen? Außerdem war sie durch den exzessiven Konsum von verschiedenen Tabletten kein bisschen in ihren kognitiven Fähigkeiten eingeschränkt und macht dann locker flockig einen kalten Entzug durch. Das war mir eindeutig zu unrealistisch.
Das Buch ist gut geschrieben und liest sich schnell weg, aber es fehlt an Spannung. Die Hintergründe für die Morde sind schwach und die Auflösung unspektakulär.
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☆☆☆☆☆
Perfekter Thriller für einen langen Abend im Winter
Melissa M. - Bewertet am 13.11.2022
Zustand: Exzellent
„The Dark” bietet zwar keine unglaublich innovative Geschichte, verpackt diese aber in einem absolut spannenden Storykonstrukt, sodass ich persönlich über das ein oder andere Klischee hinwegsehen kann.
Das Tempo der Geschichte wird immer wieder von größeren Zeitsprüngen vorangetrieben. Mir… persönlich fiel es dabei teilweise enorm schwer, die Namen einzelner Charaktere mit ihrem „Gesicht“ zu verbinden. So wirklich bleibt nur ein Teil der vielen unterschiedlichen Personen nachdrücklich hängen, und zwar nur die, die in engeren Kontakt mit unserer Protagonistin kommen. Leider sind aber auch die anderen Nebencharaktere für die Handlung relevant und das hat mich doch das ein oder andere mal ordentlich ins Stolpern gebracht.
Auch die persönliche Geschichte unserer Protagonistin Kate wird über den Großteil der Geschichte hier und da lediglich angedeutet, um das Puzzle „Kate“ als Leser erst am Ende zusammenzusetzen. Das finde ich überraschenderweise sehr gelungen. Es bringt viel Spannung in die Geschichte, ohne von den ständigen Andeutungen genervt zu sein. Es verhindert auch keinesfalls, eine Beziehung zur Protagonistin aufzubauen, was mich wiederum sehr erstaunt hat und meiner Meinung nach für großes Autorentalent spricht.
Fazit
Auch wenn ich den ein oder anderen Kritikpunkt aufgeführt habe, hat mich das Buch so in seinen Bann gezogen, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Wer eine leicht gruselige, absolut spannende Geschichte sucht, die im ewigen Eis und tiefer Finsternis spielt und bei der auch zwischenmenschliche Beziehungen und Emotionen (ohne allzu großen Fokus auf Romantik) nicht zu kurz kommen, ist hier genau richtig.
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☆☆☆☆☆
Fesselnder Thriller in eisiger Kälte
Angelika E. - Bewertet am 22.10.2022
Zustand: Exzellent
Die Antarktis fasziniert mich total. Daher hat mich der Titel von Emma Haughton direkt angesprochen.
Ich mag das Cover und den Titel, der sich auf die dunkle Jahreszeit bezieht, die die Protagonistin Kate und die übrige "Wintermannschaft" vor unerwartete Herausforderungen stellt.
Nach dem Lesen… des Klappentextes und der Leseprobe hatte ich mir grosse Spannung versprochen und die Autorin hat meine Erwartungen sogar noch getoppt. Für mich wäre es der "blanke Horror" mit wenigen Menschen in eisiger Kälte und absoluter Dunkelheit ...teilweise auf engstem Raum zusammenzuleben und zu arbeiten.
Die Autorin hat es durch ihren genialen Schreibstil und ihre Wortwahl geschafft, mich mitten in diese
"Eislandschaft" hineinzukatapultieren, mich mit Kate eins werden lassen. Sie hat spannende Charaktere geschaffen und eine vom Anfang bis zum Ende fesselnde Geschichte in einer einzigartigen Umgebung. Ich bin begeistert.
Daher: Klare Leseempfehlung von mir und natürlich 5 Sterne!