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★★★★★
☆☆☆☆☆
Die ungezähmte Wölfin
Isabel K. - Bewertet am 01.03.2026
Zustand: Sehr gut
Seneca soll sich in einem Ritual mit ihrer Wölfin verbinden, darauf hat sie sich schon ihr Leben lang vorbereitet. Doch während des Prozesses wird sie brutal angegriffen und die Verbindung ist infolgedessen nicht vollständig. Von ihrem Rudel wird sie daraufhin erniedrigt und im Revier eines… angeblich brutalen anderen Alphawolfes ausgesetzt.
Wenn man dieses Buch liest, sollte einem klar sein, dass es hier beinahe durchweg um sexualisierte Inhalte geht. Von Anfang an wird Seneca vom Alpha ihres Rudels bedrängt und später beinahe vergewaltigt. Die Triggerwarnung auf den ersten Seiten des Buches verweist auf eine Internetseite, da hätte der Verlag durchaus deutlicher sein können.
Die Handlung ist insgesamt sehr spannend und es zieht mich sofort in die Geschichte. Die Erzählung wird in Ich-Form aus Sicht von Seneca erzählt, wobei sie in Verbindung mit ihrer Wölfin teilweise auch zur Wir-Form übergeht, was am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig ist. Senecas Verletzlichkeit, Verzweiflung, innere Zerrissenheit und Wut ist gut nachzuvollziehen und spürbar. Das macht sie authentisch.
Die romantisch-spicy Szenen haben für mich in die Handlung gepasst, sind jedoch sehr ausführlich. Einige Szenen empfinde ich als gewaltverherrlichend, was sicherlich in das Wolfsrudel-Thema passt, für mich aber trotzdem moralisch fragwürdig bleibt.
Die Welt, die hier erschaffen wird, greift das bekannte Werwolf-Motiv auf, entwickelt es aber auf eigene und interessante Weise weiter. Dabei bleibt alles in sich stimmig und nachvollziehbar.
Besonders deutlich wird der innere Konflikt von Seneca: Auf der einen Seite steht ihre Verletzlichkeit, geprägt von ihrem Trauma und der Trauer um den Verlust ihrer Mutter und ihres alten Lebens. Auf der anderen Seite erwartet die Wolfswelt Stärke und Härte. Auch die Werte des Rudels, geprägt von Loyalität und unbedingter Unterwerfung, geraten immer wieder in Konflikt mit Senecas Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung. Im Verlauf der Geschichte ringt sie darum, ihren eigenen Platz innerhalb der Wolfsgesellschaft zu finden.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und sehr zugänglich, sodass man mühelos durch die Seiten gleitet. Die Handlung entwickelt schnell einen Sog, der es leicht macht, immer weiterlesen zu wollen. Weniger zugesagt hat mir jedoch die stellenweise sehr derbe Ausdrucksweise, die für meinen Geschmack manchmal etwas zu stark im Vordergrund stand.
Fazit: Eine fesselnde Geschichte mit viel Spannung und Tempo. Allerdings enthält das Buch zahlreiche brutale und gewalttätige Szenen, die nicht für alle Leserinnen und Leser geeignet sind.
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☆☆☆☆☆
Positiv überrascht
Timm S. - Bewertet am 18.02.2026
Zustand: Exzellent
Rabid von Raven Kennedy und Ivy Asher hat mich sehr positiv überrascht. Die Geschichte wird aus Senecas Perspektive erzählt und ich konnte mich gut in sie reinfühlen, weil ihre Gedanken und ihre Zerrissenheit auch so gut beschrieben wurden.
Im Prinzip wird man sofort in die Geschichte… hineingeworfen. Die Zeremonie, die eigentlich alles verändern sollte, geht schief. Statt einer klaren Verbindung leben nun zwei Geister in Seneca und sie wird verstoßen. Bei ihrer Flucht stößt sie dann auf ein Rudel, dessen Alpha dominant und gefährlich ist. Trotzdem entsteht zwischen ihm und Seneca eine Anziehung und die Spannung zwischen Abstand und Verlangen wurde gut umgesetzt.
Die Handlung spielt nur innerhalb von einer Woche, weshalb alles irgendwie sehr schnell geht. Mich hat es aber tatsächlich nicht so sehr gestört. Es geht viel um Rudelstrukturen und Macht, aber auch Leidenschaft. Für mich war es die erste richtige Werwolf-Romance und es hat mir noch besser gefallen, als ich ursprünglich gedacht habe. Seneca ist mir auch total ans Herz gewachsen.
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☆☆☆☆☆
Spicy Story mit Suchtpotenzial
Celine L. - Bewertet am 21.12.2025
Zustand: Exzellent
Alles was der Klappentext des Buches verspricht, wird von der Story dahinter definitiv getoppt!
Die Protagonistin ist kurz davor ihre Wölfin zu empfangen, doch wird die Zeremonie überschattet von Trauer und Zorn. Denn Seneca ist sich sicher, dass ihr grauesamer feiger Alpha für den kürzlichen Tod… ihrer Mutter verantwortlich ist. Und als wäre das nicht genug, hat er eine kranke Obsession für Seneca, denn sie ist die einzige, die ihn zurückweist. Deswegen lässt er keine Sekunde aus um seine Dominanz als Alpha ihr gegenüber zu demonstrieren. Er ruiniert ihr die Zeremonie und versucht sie auf die schlimmste Weise zu brechen, doch eines hätte er nie erwartet. Ihre Wölfin verabscheut ihn ebenso wie ihre Wirtin und wehrt sich erbittert mit Zähen und Klauen gegen ihn. Da er sie nicht beherrschen kann wird Seneca auf dem Territorium des berüchtigsten und brutalsten Rudels ausgesetzt.
Doch sie und die Wölfin sind ein Wesen voller Zorn und ungezähmter wilder Energie, welche im Twin-Falls-Rudel seltsamerweise sehr gut reinpasst. Mehr noch, denn der Alpha des Rudels beansprucht sie und ihre Wölfin als die seine.
Doch Seneca´s alter Alpha nimmt das nicht hin und es droht ein Rudelkrieg in dem Seneca und ihr Rudel zahlmäßig unterlegen sind. Doch wer wäre das Twin-Falls-Rudel, wenn nicht das brutalste der gesamten Gegend?
Es ist eine spitzen Storyline ohne Längen und von der ersten Seite an spannend. Die Protagonistin ist ein gewönlicher Mensch mit Fehlern und Zorn, stark, klug und nimmt kein Blatt vor den Mund. Die Verbindung zu ihrer Wölfin und der anfängliche Kampf gegen sie machen sie sehr sympathisch, denn man kann ihre Reaktionen sehr gut verstehen. Man fiebert mit, empfindet Hass und Abscheu, Liebe und Verwirrung. Es ist einfach eine Story in der man sich fallen und mitreißen lassen kann. Die Charaktere der Rudel und Alphas sind nicht perfekt, aber passen perfekt und sind nie wiedersprüchlich.
Es hat mich echt gechatcht und ab jetzt werde ich immer ein Auge auf die beiden Autorinnen haben.
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★★★★★
☆☆☆☆☆
Ich hatte etwas Probleme reinzukommen, doch dann hat es mich
Louisa E. - Bewertet am 03.12.2025
Zustand: Exzellent
Am Anfang hatte ich etwas Probleme mit Seneca, doch nach und nach habe ich sie besser verstanden und mit ihr mitgefühlt und mitgefiebert. Tyran hat mich von der ersten Sekunde an gepackt – es wurde schnell klar, dass in ihm mehr steckt, als der äußere Schein vermuten lässt. Das zog sich auch durch… alle Nebencharaktere, das hat mir besonders gut gefallen.
Der Epilog hat mein blutendes Herz etwas geheilt. Wahrscheinlich habe auch ich eine brutale Seite in mir.
Der Spice war nachvollziehbar und gut platziert: Er dominiert die Story nicht, gehört aber einfach zu Werwolfs-Geschichten dazu und hat mir gefallen.
Es ist wie immer: Das brutalste Rudel der Welt kann auch einen weichen Kern haben. Und es gibt immer zwei Seiten einer Geschichte.
Fazit: Wichtige Messages und ein Kampf ums Überleben – ich habe „Rabid“ nach anfänglichen Schwierigkeiten absolut verschlungen und freue mich schon auf einen reread. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung an alle, die mutig in den dunklen Abgrund blicken und sich ihren Dämonen stellen möchten.