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★★★★★
☆☆☆☆☆
Spannend, aufreibend nur für Hartgesottene
Wayland L. - Bewertet am 11.10.2017
Zustand: Exzellent
Abschließend kann ich sagen, dass Moonchosen ein Buch ist, das mich in fast allen Punkten überrascht hat. Ein so “brutales“ und schwieriges Buch, hätte ich wirklich nicht erwartet. Ich habe mit einem schönen Jugendbuch im Fantasybereich gerechnet, mit einem leichten und lockeren Schreibstil. Alleine… die Dicke des Buches hat mich überrascht. Meine anfänglichen Schwierigkeiten mit den Handlungssträngen und den Sprüngen konnte ich nachher ablegen, da mir die Charaktere geläufig waren und die Stränge zum Teil zusammenlaufen. Womit ich allerdings bis zum Schluss Probleme hatte, waren die mageren Informationen, die man erhalten hat. Man weiß immer noch nichts über die mysteriösen Hautkrankheiten und über die Hautdiebe erfährt man nur so viel, dass Ca. 20 neue Fragen auftauchen. Eine Erklärung für ihr Grausames Verhalten, den Ursprung der Clans oder die verschiedenen Entwicklungen von Kräften, Krankheiten und Ähnlichem hätten meiner Meinung nach aufgegriffen werden sollen.
Die Geschehnisse im letzten Abschnitt waren für mich -im Gegensatz zu den vorherigen - relativ vorhersehbar. Ich fand es grausam, dass thaddeus seinen Willen bekommen hat, Sol sterben musste und die clansfrauen, Mari und Nik fliehen mussten.
So viel geballte Ignoranz und Ungerechtigkeit kann auch ein Leserherz kaum verkraften. Alles in allem war das Buch wahnsinnig brutal und emotional sehr aufreibend. Alleine deshalb muss ich den Verlag etwas tadeln. Dies ist eindeutig ein Buch für Ältere und sollte auf keinen Fall - auch nicht, wenn es sich als P.C. Cast Buch da besser verkauft - für Jüngere Leser empfohlen werden. Ab 14 ist meiner Meinung nach viel zu früh!! Ich bin zwar keine Psychologin oder Pädagogin, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass eine 14 jährige weniger leidet als ich mit fast 30 Jahren.
Mit den Charakteren(den Guten) habe ich mich aber wahnsinnig gut anfreunden können. Ein absolutes Lob für die ausgeprägte, tiefgründige, feingliedrige und detailreiche Charakterentwicklungen. Man kann hier fast von einem richtigen “Erwachsen werden“ der Hauptfiguren sprechen. Insbesondere Mari, Sora und Nik haben unheimlich viel Tiefe im Laufe der Geschichte gewonnen und man hatte Freude dabei, wie toll sie sich entwickelt haben. Jede Entscheidung und Äußerung im Laufe der Geschichte war ausgeklügelt und durchdacht.
Mit dem Ende bin ich natürlich etwas unglücklich, da man es ganz fiesen Cliffhanger bezeichnen kann. So fies, dass ich weinend die letzte Seite umschlagen musste. Gut haben mir aber die Anspielungen auf die folgenden Teile gefallen. Ich schätze, dass wir einen weiteren Clan und einige Veränderungen erwarten dürfen und bin trotz der Schwächen gespannt auf die Fortsetzung
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☆☆☆☆☆
Echt gut
Navika D. - Bewertet am 11.10.2017
Zustand: Exzellent
Das neue Buch der "House of Night" Autorin musste ich unbedingt lesen, auch wenn ich bei HoN noch nicht alle Teile gelesen habe. Aber mir gefällt der Schreibstil der Autorin einfach, weshalb ich das Buch einfach lesen musste.
Auf den Inhalt werde ich mal nicht genauer eingehen, da ich finde,… dass der Klappentext genug sagt und außerdem ist da die Leseprobe. Diese habe ich gelesen und damit den endgültigen Entschluss gefasst das Buch zu lesen. Auf jeden Fall war dies eine sehr gute Entscheidung, denn ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil der Autorin ist definitiv erkennbar und er hat mir auch dieses Mal echt gut gefallen! Denn er hat die nötige Spannung und zieht sich auch nicht allzu sehr in die Länge. Außer manchmal, da hat es sich schon etwas gezogen, aber das ist bei einem Buch dieser Länge zu erwarten.
Die Idee der Geschichte hat mir echt gut gefallen. Es war mal was anderes, jedoch findet man während dem Lesen auch kleine Parallelen zu HoN, aber ich denke, dass sich das nicht vermeiden lässt, denn immerhin hat die Autorin zehn Bücher dieser Reihe geschrieben. Aber nun zurück zu Moon Chosen. Es ist ja eine Art Dystopie, auch wenn ich es eher Fantasy-Dystopie nennen würde. Im Vergleich zu anderen Dystopien ist es etwas komplett anderes, denn man hat keine futuristische Welt und moderne Technik findet man gar nicht. Was ich sehr gut fand, war die Idee der drei verschiedenen Völker, die ihre eigenen Traditionen haben und jeweils anders leben, auch wenn ich das eine Volk echt ekelhaft fand! Aber auch wenn ich es ekelhaft fand hat es das Buch an sich noch spannender gemacht.
Der Einstieg in die Geschichte ist etwas schwer, denn man wird unmittelbar ins Geschehen geworfen und alles ist sehr verwirrend. Es kommen sehr viele Fragen auf. Vor allem wenn sich nach ein paar Kapitel plötzlich die Sicht ändert. Es ist zwar immer ein personaler Erzähler (was der Autorin übrigens echt gut gelungen ist), aber man wechselt zwischen Charakteren der drei Völker. Die Hauptprotagonistin bleibt dennoch Mari, was ich gut fand, denn mit mehreren Hauptprotagonisten brauch ich immer ewig warm zu werden. Aber in diesem Fall brauchte ich nicht lang, um warm zu werden und die Fragen haben sich im Lauf der Geschichte geklärt, da man nach und nach alles herausgefunden hat.
Die Charaktere machen meiner Meinung eine große Entwicklung durch. Aber es gibt auch einige, bei denen die Entwicklung eher kleiner ausfällt. Aber da ich jetzt mal nur auf einen Charakter mit großer Entwicklung eingehe, belasse ich es mal dabei.
Mari macht solche eine große Entwicklung durch, denn sie ist am Anfang schwächlich und kann sich kein Leben ohne ihre Mutter vorstellen. Aber sie gewinnt an Stärke und wächst von einem Mädchen in eine junge und starke Frau heran! Um heraus zu finden wer die anderen Charaktere sind, würde ich euch empfehlen das Buch zu lesen, denn ich will euch nicht alles vorne weg nehmen. Ich finde, dass es viel besser ist, wenn man die einzelnen Charaktere selbst kennenlernt und auch ihre Entwicklung mit verfolgt!
Tja, und dieses Ende. War ja klar, dass es ein Cliffhanger wird. Was erwartet man sonst von einem ersten Band in einer Reihe? Vor allem bei P.C. Cast (diejenigen, die HoN gelesen haben wissen was ich meine). Ich freue mich auf jeden Fall schon extrem auf den zweiten Teil, denn ich will unbedingt wissen wie es mit den Charakteren weiter geht!
Von mir bekommt "Moon Chosen - Gefährten einer Welt" von P.C. Cast insgesamt 4 von 5 möglichen Sternen. Den einen Stern habe ich abgezogen, da der Anfang nicht so flüssig war und es sich zwischen durch gezogen hat.
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☆☆☆☆☆
Tolles Worldbuilding, interessante Handlung, jedoch einige kleine Schwächen
Jenny M. - Bewertet am 11.10.2017
Zustand: Exzellent
Das neue Buch der Autorin der „House of Night“-Reihe wurde sicherlich von vielen mit Spannung erwartet. Diesmal hat es jedoch nichts mit Vampiren zu tun, sondern mit einer dystopisch angehauchten Welt, in welcher vor allem die Naturverbundenheit ein zentrales Thema darstellt. Man begleitet Mari aus… dem Volk der Erdwanderer sowie Nik aus dem Volk der Gefährten und lernt auch die Unterschiede und Konflikte zwischen den verschiedenen Völkern kennen.
Mit seinen 700 Seiten ist das Buch ein kleiner Wälzer, vor allem im Bereich der Jugendbücher. Es ist jedoch gar nicht so eindeutig, ob es sich überhaupt um ein Jugendbuch handelt. Was dagegen spricht sind beispielsweise einige Szenen, in denen Gewalt eine Rolle spielt, auch im Zusammenhang mit Tieren. Das kann sicherlich einige Leser, die das unvorbereitet trifft, abschrecken. Dessen sollte man sich also vor dem Lesen bewusst sein. Mich persönlich hat es jedoch nicht gestört. Ich finde diese Szenen haben das von der Autorin geschaffene Setting gut illustriert und die Geschichte bereichert.
Der Einstieg in die Geschichte ist nicht sehr leicht. Auf den ersten 100 Seiten tappt man ziemlich im Dunkeln was die Handlungen der Protagonisten angeht sowie die Welt, in der sie sich befinden. Man wird mit verschiedenen Völkern vertraut gemacht, dessen Gebräuche, Ausdrucksweisen und Lebensweisen sich alle voneinander unterscheiden und dem Leser sehr fremd vorkommen.
Mich hat der Einstieg in die Geschichte jedoch eher neugierig gemacht als abgeschreckt. Ich fand es interessant während des Lesens immer weitet in diese geheimnisvolle Welt abzutauchen. Ungeduldige Leser kann dies jedoch sicherlich abschrecken. Auch nach Beenden des ersten Bandes sind einige Fragen ungeklärt geblieben, die hoffentlich in den Folgebänden wieder aufgegriffen werden.
Insgesamt ist die Welt in der wir die Protagonisten Mari und Nik begleiten wirklich faszinierend, sehr komplex und interessant. An einigen Stellen haben mir tiefergreifende Informationen gefehlt. Auch wenn der Einstieg in das Buch recht ruhig gestaltet worden ist hätte sich die Geschichte meiner Meinung nach sogar noch mehr Zeit lassen können, um den Leser in die Welt zu entführen und einige Vorkommnisse und Gebräuche detaillierter zu erläutern.
Insgesamt hat mir die Handlung wirklich gut gefallen. Ich fand sie größtenteils plausibel, die Charaktere haben sich weiterentwickelt und das starre Weltbild hinterfragt und Freundschaften geschlossen.
Leider gibt es auch einige kleinere Kritikpunkte, die zu meiner insgesamten Wertung von 3,5 Sternen geführt haben.
An einigen Stellen war die Geschichte leider etwas vorhersehbar. Die Autorin hat so oft angedeutet dass etwas eventuell passieren könnte, dass es dann keine Überraschung mehr war, wenn wirklich etwas passiert ist. Das hat dem ganzen leider etwas die Spannung genommen.
Zudem fand ich zwar die Welt des Buches sehr spannend, faszinierend und fantasievoll, jedoch hat mich der dystopische Aspekt daran gestört. Als ob nach so vielen erfolgreichen Jugendbuchdystopien jetzt zwanghaft auch dieser Geschichte noch etwas Dystopie hinzugefügt werden müsste. Denn eigentlich folgt die Geschichte einem ganz anderen Schema und hätte mir als „normales“ Fantasy-Buch besser gefallen und mehr Sinn ergeben.
Zudem hätten einige Entwicklungen innerhalb der Handlung, beispielsweise die Liebesgeschichte, etwas mehr Zeit gebraucht, zumal es mich nicht gestört hätte wenn das Buch noch etwas umfangreicher gewesen wäre. Das sieht jedoch sicher nicht jeder Leser so.
Der Schreibstil der Autorin war schön und flüssig zu lesen. An einigen Stellen wirkten für mich die Dialoge etwas gestellt, jedoch hielten sich diese im Rahmen und sind nicht außerordentlich negativ aufgefallen.
Zum Schluss vielleicht noch ein Aspekt, der mir sehr positiv aufgefallen ist: In einigen Kapiteln begleitet der Leser auch den (vermutlichen) Antagonisten der Geschichte. Ich finde es sehr interessant, dass auch aus dieser Sichtweise die Handlung erzählt wurde und so dem Leser vielleicht auch etwas nachvollziehbarer vorkommt.
FAZIT:
Insgesamt hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen. Besonders positiv ist das interessante und außergewöhnliche World-Building aufgefallen. Leider wies die Geschichte auch einige kleinere Schwächen auf, wie zum Beispiel die Vorhersehbarkeit oder die an einigen Stellen überhastete Handlung (z.B. Liebesgeschichte), sowie die vielen noch offenen Fragen, mit denen der Leser zurückgelassen wird.
Trotzdem bin ich gespannt auf den Folgeband, den ich auf jeden Fall lesen werde. Ich hoffe, dass dort einige Fragen aufgeklärt werden und wir noch mehr über diese wirklich interessante Welt erfahren können.
Insgesamt gebe ich dem Buch gute 3,5 Sterne und freue mich auf mehr.
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☆☆☆☆☆
Die Macht der Sonne, des Mondes und der Haut
Sarah M. - Bewertet am 11.10.2017
Zustand: Exzellent
Inhalt
Mari ist eine Erdwanderin. Nik ist ein Gefährte. Fahlauge ein Hautdieb. Auf den ersten Blick scheinen die drei nichts gemein zu haben und dennoch scheint das Schicksal sie zu verbinden.
Mari verbirgt ein Geheimnis, welches fatale Folgen mit sich ziehen würde, falls es ans Licht gerät.… Als ihr jedoch ein Schicksalsschlag widerfährt, ein Hund zuläuft und Nik in ihr Leben tritt, muss sie sich entscheiden, wie ihr Leben weiter gehen wird. Wird sie sich weiterhin verstecken oder wird sie ihre Aufgaben annehmen und erfüllen?
Meine Meinung
!!! ACHTUNG SPOILERGEFAHR !!!
Aufmerksam auf das Buch bin ich durch das Cover und die Autorin geworden. Das Cover ist einfach ein Traum. Es kommen alle Elemente vor, die für die Geschichte relevant sind. Dabei ist die Farbkombination so gut gewählt, dass es weder kitschig noch langweilig wirkt.
Die Autorin kenn ich durch ihre House of Night Reihe, die ich absolut klasse finde. Daher war ich umso gespannter auf ihr neues Werk und bin mit ziemlich hohen Erwartungen hinein gegangen.
Als ich mit dem Buch fertig war, hatte ich gemischte Gefühle. Die Idee der neuen Welt und das gesamte Konzept haben mir auf Anhieb gefallen, da es mal etwas Neueres war, als man schon kannte. Leider hat mich die Umsetzung des Ganzen nicht vollkommen überzeugen können.
Der Schreib- und Erzählstil sind wie gewohnt gut und lässt sich leicht und flüssig lesen. Was manchmal etwas verwirrend war, sind dann doch die sehr modernen Begriffe wie Flugzeug, Auto oder bestimmte Ausdrücke. Am Anfang wirkte die ganze Story auf mich eher Richtung Fantasy, bis sich dann heraus kristallisiert hat, dass es eine Dystopie ist. Nachdem bei mir der Groschen gefallen war, hat das Wordbuilding auch wieder gepasst.
Die Handlung war durchwachsen. Es gab gute und sehr spannende Stellen, an denen ich wirklich mitgefiebert habe und unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Leider gab es auch einige Stellen, dich mich überhaupt nicht überzeugen oder mitreißen konnten, was ich wirklich schade finde. Die Story geht hauptsächlich um Mari und Nik. Sie ist eine Erdwanderin, die eine Affinität zum Mond hat und er ein Gefährte, mit einer Affinität zur Sonne. Zwei gegensätzliche Völker/ Stämme, die sich mit Vorurteilen begegnen. So weit, so gut. Solche Angriffsflächen finde ich grundsätzlich spannend und interessant, da ich immer auf die Auflösung gespannt bin und wie der Autor/ die Autorin damit umgeht.
Hier konnte es mich aber einfach nicht packen und überzeugen. Der Wechsel zwischen den beiden Figuren war toll und gut gemacht, da man von beiden Völkern was erfahren und gelernt hat. Leider war dieses Kennenlernen nur oberflächlich und nichts wird genau erklärt. Zum Beispiel hat jedes Volk (von denen bisher nur drei bekannt sind) eine Krankheit, die nicht so leicht zu heilen ist, wenn überhaupt, von deren Ursprung oder wie genau sie sich verhält kaum etwas erfährt. Man erfährt immer nur Bruchstücke, die in meinen Augen zu wenig sind. Ich wäre schon zufrieden gewesen, wenn ich gewusst hätte, wie sich die Krankheit auf die Menschen auswirkt, wie man sie bemerkt etc. Die Entstehung, hätte hier mal nicht unbedingt rein gemusst. Aber auch die Entwicklung und das Wirken waren nur sehr oberflächlich.
Mit den Charakteren bin ich auch nur teilweise warm geworden. Manche mag ich mehr, manche weniger und einige überhaupt nicht. Auch hier gibt es Gut und Böse, was auch notwendig ist meiner Meinung nach, aber irgendwie ist das alles keine runde Sache. Mari hat mich zum Beispiel nur genervt. Im Buch wird sie als 18jährige beschrieben, verhält sich aber wie ein schmollendes, unselbständiges und trotziges Kind. Das war auf die Dauer wirklich anstrengend. Vor allem weil sie kaum eine Wandlung macht und wenn eine da ist, ist diese nur von kurzer Dauer und sie dreht sich wieder um 180 Grad.
Positiv dagegen empfand ich Nik. Er hatte auch die typischen Vorurteile gegenüber den anderen Völkern, änderte aber seine Meinung, als er mit verschiedenen Erdwanderern in Kontakt geriet. Er überdachte sein Wissen und seine Vorurteile und merkte recht schnell, dass nicht alles nur schwarz oder weiß ist. Das hat mir wirklich gut gefallen, denn so soll es sein, es soll eine ersichtliche Entwicklung da sein, die auch gerne etwas länger dauern darf.
Dann kommen immer wieder einzelne Personen vor, die zwar interessant für die Geschichte sind, aber nicht so ganz ins Gesamtbild passen. Ich habe oft an einzelne Figuren gar nicht mehr gedacht und plötzlich waren sie wieder da, so nach dem Motto „Ach ja, den gibt es ja auch noch, der muss da jetzt noch schnell mit rein.“ Finde ich schade, da so einfach das Runde der Geschichte abhandengekommen ist.
Was zwischenzeitlich auch etwas anstrengend war, sind die Gewaltszenen. Von Häutung, Mord und Vergewaltigung ist alles mit dabei. An sich habe ich kein Problem damit und wenn es authentisch und für die Geschichte passend ist, soll sie auch mit dabei sein. Da das Buch aber mit einer Altersempfehlung von 14 Jahren ausgewiesen ist, frage ich mich schon, ob das wirklich so passend ist. Aber auch darüber muss sich jeder selbst eine Meinung bilden.
Fazit
Lange Rede kurzer Sinn. Wie schon erwähnt, hat mich das Buch mit gemischten Gefühlen zurück gelassen. Der Grundgedanke und die Idee dahinter sind toll, aber die Umsetzung war in meinen Augen einfach durchdacht genug und wirkte zu sehr konstruiert. Die Geschichte springt viel zu oft hin und her ohne klaren und ersichtlichen Rahmen, was einfach das Gesamtbild etwas stört.
Dann passiert lange Zeit nichts und wenn was geschieht, meist dichtgedrängt auf wenige Seiten, was ich wirklich schade finde, da das Buch mit 700 Seiten wirklich viel Platz bietet. Auch die Entwicklung der Charaktere sagt mir nicht immer zu. Ich bin mit ihnen einfach nicht richtig warm geworden und konnte keine Verbindung zu ihnen aufbauen. Auch bei denen, die mir sympathisch waren, erging es mir so.
Dieses Buch hat wirklich viel Potenzial, welches aber nicht vollkommen ausgeschöpft wurde. Auch unter dem Aspekt, dass es wahrscheinlich wieder eine längere Reihe werden soll, passt vieles einfach nicht für mich. Es wird zu vieles angedeutet, was dann zu schnell in Vergessenheit gerät und ich nicht mehr auf dem Schirm hatte. Hier wäre „Weniger ist mehr“ wesentlich besser gewesen und neue Aspekte besser in den anderen Bände untergebracht.
Ich würde aber nicht generell ein Empfehlung oder ein Abraten geben, da es auch viele gibt, denen das Buch gut gefallen hat. Mich hat es zeitweise gut unterhalten, auch das Worldbuilding hat mir zugesagt, daher gebe ich 3 Sterne und den Tipp, dass sich am besten jeder selbst ein Bild von dem Buch machen sollte.
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☆☆☆☆☆
Eine tolle gehimnisvolle Welt
Lagoona d. - Bewertet am 10.10.2017
Zustand: Exzellent
Nach der House of Night Reihe lagen die Erwartungen in Moon Chosen bei mir tatsächlich sehr hoch.
Ich war sehr gespannt auf das neue Buch von P.C.Cast.
704 Seiten Spannung und ein Abtauchen in eine wunderbare ganz andere Welt voller Geheimnisse und unerwarteter Kräfte.
Die junge Mari, die… in Moon Chosen einer der Hauptcharaktäre ist, ist mir direkt ans Herz gewachsen. Ich durfte sie ein Stück weit durch ihr aufregendes Leben begleiten. Mari's Mama Leda ist die Mondgöttin der Erwanderinnern und quasi so etwas wie eine gute Heilerin.
Von klein auf an beobachtet Mari sie bei den unzähligen Ritualen oder bei der geheimnisvollen Auswahl der Kräuter, die sie für eben jene Rituale nutzt, mit dem Wissen eines Tages in die Fußstapfen ihrer Mutter treten zu müssen und ihrem Volk als Heilerin zu dienen.
Leider gibt es jedoch auch andere Völker, die sich gegenseitig nicht besonders wohl gesonnen ist. Als Mari eines Tages auf Nic, den Sohn des Oberhauptes eines anderen Volkes trifft beginnt das komplette Chaos. Wem darf man noch wieweit vertrauen und von wem sollte man sich lieber fern halten um in dieser Welt zu überleben?
Manchmal wird man böse getäuscht und manchmal ist der vermutliche Feind vielleicht doch eher ein Freund.
Ein verwirrtes Spiel mit dem Kampf ums Überleben in einer ganz wunderbaren Welt, die von den Kräften des Mondes, der Sonne, der Erde und des Wassers bestimmt sind.
Mein Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Besonders die Geschichte um Mari und Nic war wundervoll, rasant, spannend
und teilweise herzzerreissend und tieftraurig. Enttäuschungen, Verlust, Verrat, aber auch Freundschaft und Treue,
das sind einige wichtige Themen von Moon Chosen. Wer es mag in geheimnisvolle Welten abzutauchen, der ist hier ganz bestimmt gut aufgehoben. Ich freue mich darauf, dass es eine Fortsetzung geben wird und gebe gerne 5 Sternchen