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Ausmisten Tipps: So packst du es richtig an!

Christine Hierer - 21.12.2021

Ausmisten ist befreiend und gut für die Seele. In diesem Artikel verraten dir alle wichtigen Ausmisten Tipps, warum du regelmäßig ausmisten solltest und wie es geht. Los geht’s!

Ausmisten: Warum eigentlich?

Wer kennt es nicht? Der Kleiderschrank platzt aus allen Nähten, die Lektüren im Bücherregal sind dicht an dicht aneinandergereiht und die Vitrine ist voll mit Deko, die schon mehr Staubfänger ist als hübsche Zierde.

In der Steinzeit musste der Mensch sammeln und bunkern, um zu überleben. Heute müssen wir das nicht mehr, machen es aber immer noch ziemlich gerne: Deshalb besitzt jede(r) Deutsche im Schnitt 10.000 Dinge.

Zu viel schafft Unordnung

Das meiste davon benutzen wir jedoch kaum. Trotzdem könnte man meinen: So viel Hab und Gut tut uns doch gut! In Wirklichkeit ist es allerdings so: Das Ansammeln sorgt für Unordnung und Unübersichtlichkeit - und das sowohl in unseren vier Wänden als auch in unseren Köpfen.

Der viele Kram engt uns ein, wir verlieren den Blick für das Wesentliche und die Dinge, die uns wirklich glücklich machen. Seit geraumer Zeit ist deswegen der minimalistische Lebensstil voll im Trend. Dabei geht es darum, die eigenen Besitztümer auf ein Minimum zu reduzieren und sich nur zuzulegen, was man wirklich braucht und worüber man sich dauerhaft freuen kann.

Ausmisten für die Seele

Ausmisten, also sich von alten Dingen zu lösen, wirkt unglaublich befreiend. Es bringt Klarheit und Ruhe. Auch wenn uns das Ausmisten selbst oft nicht leichtfällt, im Nachhinein gibt es ein positives und erleichterndes Gefühl Altes hinter sich zu lassen.

Ausmisten: Wie vor gehen? Schritt für Schritt!

Ausmisten: Schritt für Schritt Anleitung

Ausmisten: Wo anfangen und wie vorgehen? Manchmal hat man einen ganz schönen Berg vor Augen, wenn das Entrümpeln losgehen soll. Wir erklären dir, wie es trotzdem klappt und wie du Schritt für Schritt am besten vorgehst. Ausmisten nach Plan – so geht’s:

  1. Nimm dir nicht die ganze Wohnung und auch nicht ein ganzes Zimmer auf einmal vor, sondern miste lieber nach und nach, Regal für Regal, aus. So bleibst du motiviert und machst keine halben Sachen. Also: Plane einfach für jeden Tag ein Regal oder eine Zimmerecke ein und nimm dir bewusst Zeit dafür.

  2. Stell dir ein paar Kisten bereit. Eine für alles, was du behalten möchtest und weitere für aussortierten Kram (hier kannst du nochmal zwischen Müll und zu verschenkenden und zu verkaufenden Sachen unterteilen).

  3. Am besten räumst du dann das auserwählte Terrain erst einmal komplett aus. So kannst du auch direkt einmal schön durchwischen.

  4. Nun nimmst du dir ein Gegenstand nach dem anderen vor und stellst dir dazu jeweils ein paar Fragen: Brauche ich das noch? Benutze ich das noch? Ist es mir wichtig / Hängt mein Herz dran? Wichtig: Sei hier wirklich ehrlich zu dir selbst!

  5. Beantwortest du die Fragen mit “nein”, dann weg damit! Und je nach Zustand und deiner Einschätzung, ab in die passende Kiste. Kleiner Ausmisten Tipp: Ausmisten für die Seele heißt auch ein bisschen radikal zu sein: wenn du lange überlegen musst, dann lieber weg damit. Wahrscheinlich wirst du es eh nicht mehr nutzen, oder?

  6. Beantwortest du die Fragen mit “ja”: dann darf der Gegenstand natürlich in die Behalten-Kiste.

  7. So machst du weiter bis du mit jedem Gegenstand durch bist. Die Sachen, aus der Behalten-Kiste, kannst du anschließend wieder einräumen.

Ausmisten nach Plan: Was getrost wegkann

Immer noch nicht ganz sicher, was jetzt eigentlich wegkann? Im Prinzip können wir alles ausmisten, was wir nicht mehr benutzen und nicht mehr brauchen. Hier mal eine kleine Auflistung, nach den unterschiedlichen Räumlichkeiten, was das alles so sein kann:

Wohnzimmer

Wohnzimmer ausmisten

  • Alte DVDs, CDs und Bücher (oder wann genau, wolltest du dieses Buch nochmal lesen? So in 20 Jahren?)

  • Alte Zeitungen, Zeitschriften und Magazine

  • Deko, die dir gar nicht mehr gefällt oder zu viel des Guten ist

  • Decken, Kissen, Teppiche, die es einfach nicht mehr bringen

  • Elektronikgeräte, die du nicht mehr nutzt

  • Alten Papierkram und Schnickschnack am Arbeitsplatz

Badezimmer

Badezimmer ausmisten

  • Alte und abgelaufene Kosmetik- und Hygieneartikel

  • Haargummis, Haarklammern und andere Utensilien und Accessoires, die nicht mehr taugen oder nicht mehr gefallen

  • Ranzige Handtücher, Teppiche, Duschvorhänge

Küche

Küche ausmisten

  • Ganz klar: abgelaufene Lebensmittel (außer du bist dir noch sicher, dass es noch genutzt werden kann und du es auch wirklich noch benutzen wirst)

  • Das obligatorische Kochbuch von Omi, in das du seit zehn Jahren keinen einzigen Blick geworfen hast

  • Kaputte Kochutensilien (außer es kann noch repariert werden – dann nutze endlich die Gelegenheit: lass es reparieren!)

  • Zerkratzte Töpfe und Pfannen

  • Alte Küchenmaschinen, die keine Verwendung mehr finden

  • Schwämme, Topflappen und Geschirrtücher, die ihre beste Zeit hinter sich haben

Schlafzimmer

Schlafzimmer ausmisten

  • Klamotten, die du nicht mehr trägst (gerade den Fashionistas unter uns fällt dieser Part oft sehr schwer. Um das Ganze zu erleichtern, gibt es eine Faustregel, an der man sich gut orientieren kann: alles, was länger als ein Jahr nicht getragen wurde – weg damit!)

  • Das Bild von deinem oder deiner Ex

  • Die alte Bettwäsche ganz hinten im Regal, die du eh nicht mehr nutzt

  • Der ganze Schnickschnack, der im Nachttisch rumfliegt

Ausmisten Tipps: Kommt das weg oder nicht?

Klar, es gibt so ein paar Sachen, die benutzen wir weder regelmäßig, noch brauchen wir sie aber irgendwie hängt unser Herz trotzdem dran. Beispielsweise Souvenirs von einer Reise oder ein persönliches Geschenk.

Unser Ausmisten Tipp für diesen Fall: Überlege dir bei diesen Sachen einfach mal, wie es wäre, wenn sie nicht mehr da wären. Würde es dich wirklich traurig machen? Dann solltest du sie definitiv behalten.

Oder, und jetzt mal Hand auf’s Herz, wäre doch gar nicht mal so schlimm und in ein paar Tagen würde dir schon gar nicht mehr auffallen, dass da was fehlt? Dann hängt dein Herz wohl doch nicht so sehr daran, wie du gerade denken magst. Also, weg damit!

Less is more

Ausmisten: Wohin mit den Sachen?

Du bist fertig mit ausmisten und fragst dich jetzt: Wohin mit den Sachen? Alles, was nicht mehr brauchbar ist, kommt in den Müll. Nicht weiter schwer – Achte nur darauf, es auch in den richtigen Müll oder auf den Recyclinghof zu bringen.

Bei den noch brauchbaren Sachen, die du verschenken möchtest, hast du unterschiedliche Möglichkeiten. Über manches freuen sich vielleicht deine Freunde oder Bekannte?

Alternativ kannst du auch einfach eine Verschenke-Kiste mit einem kleinen Schildchen anfertigen und sie auf die Straße stellen. Was außerdem gerade bei Kleidung und Spielzeugen eine feine Sache ist: Spenden! Es gibt nämlich sicher jemanden, für den oder die deine aussortierten Sachen von großem Wert sind und der oder die sich darüber freut.

Den restlichen Kram kannst du auf Flohmärkten oder Online-Portalen verkaufen. Auch bei rebuy kannst du beispielsweise für deine alten Elektronikgeräte sowie Bücher, Filme, CDs und andere Medien noch gutes Geld kassieren. Außerdem hilfst du durch solche Verkäufe dabei, eine nachhaltige und grüne Kreislaufwirtschaft zu etablieren und etwas Gutes für die Umwelt zu tun.

Letzter Ausmisten Tipp: Was du nicht tun solltest

Was du aber auf keinen Fall tun solltest: Die ausgemisteten Sachen in Kisten bunkern und dann in die Abstellkammer oder in den Keller packen. Da bleibt es am Ende ja doch wieder ewig stehen und ganz losgeworden bist du es doch nicht. Wenn weg, dann auch richtig!

Und falls du direkt was von deinen ausgemisteten Sachen verkaufen willst: Nicht zögern, gleich loslegen!