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Wie es wohl wäre ein Stern zu sein?
Celine L. - Bewertet am 21.07.2024
Zustand: Exzellent
Im ersten Band der sechteiligen Reihe von Lilith Lamprecht geht es bereits ab dem ersten Kapitel rasch voran und fesselt den Leser, so dass man dieses Buch nicht aus der Hand legen kann.
Lhada und ihre Schwester Mirinri sind die zwei letzten Daijin. Ein unsterbliches Volk welches zu den Sternen… betete und durch diese ihre Kraft erhielt. Denn jede und jeder Daijin besaß ein Zeichen auf der Stirn an welchem man erkennen konnte was für eine Begabung die jeweilige Person besaß. Die zwei Schwestern sind goldene Daijin, geboren um zu herrschen. Doch ging das Reich der Daijin vor vielen Jahrhunderten durch ihren eigenen Übermut zugrunde. Nun sind die beiden das Machtsymbol eines anderen Volkes, den Askari. Diese sind ebenfalls unsterblich, doch erlangten sie diese Fähigkeit erst mit der Zeit. Die Rettung vor dem Untergang verdankten Lhada und Mirinri eben jenem Sonnenvolk und lebten seitdem im Palast des Sonnenkönigs. Während Mirinri sich dem König und dessen Hohen Rat beugte war Lhada eher störrisch und weniger gehorsam. Sehr zum Ärger der Führungsliga. Als sie allerdings mit einem einfachen Sterblichen verheiratet werden soll, damit der König Mittel für seinen Krieg erhält, beschließt die junge Frau zu fliehen. Sie findet einen Platz bei den Thi´kanor, einem sterblichen Stamm von umherziehenden Männern jedes Alters und jeder Herkunft. Während sie sich in ihrer Mitte versteckt erkennt sie, wie wenig sie doch von der Welt wusste und wie die Askari wirklich waren. Ihr wiederfahren viele schlimme Ereignisse, doch auch viele Gute. Sie lernt die Männer immer besser kennen und mit ihrer Hilfe entwickelt sie langsam ein Gespür für ihre eigenen Kräfte, welche die Askari unterdrückten. Nach und nach wachsen ihr die rauen und oft taktlosen Kameraden ans Herz. Besonders bei Anführer Muro und ihr knistert es gewaltig. Doch wird es immer schwieriger den Askari aus dem Weg zu gehen und noch dazu wächst langsam eine Gefahr unter den Thi´kanor heran.
Indessen geschehen im Palast der Askari seltsame Dinge, welche Prinzessin Nei zusammen mit dem attraktiven Kim untersucht und so manches Geheimnis an die Oberfläche befördert. Parallel schlägt auch Mirinri ihre Schlachten und versucht sich, in einer Welt die von alten Männern regiert wird, irgendwie über Wasser zu halten und gleichzeitig ihre Schwester zu schützen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr erfrischend und flüssig. Hinzu kommt, dass sie die vielen Charaktere wunderbar ausgearbeitet hat. Keiner ist wie der andere und jeder schafft es einen im richtigen Maße entweder zu begeistern, zu verwirren oder abzuschrecken. Auch die Welt, die die Autorin erschaffen hat, ist wunderschön und gut beschrieben.
Das Buch hat zwar über 600 Seiten, dennoch sollte man davor nicht zurückschrecken, denn die Kapitel sind kurz gehalten, in verschiedenen Perspektiven verfasst und die Geschichte schreitet schnell voran. Das ist ebenfalls ein großer Pluspunkt für die Autorin, dass sie sich nicht mit langen Beschreibungen aufhält. So bleibt auch für die Fantasie des Lesers mehr Spielraum.
Als Fazit kann ich nur jedem, der gerne Eragon oder Obsidian gelesen hat, dieses Buch ans Herz legen. Ihr werdet sicherlich ebenfalls diese Buchreihe verschlingen. ;)